Frauenprotest der Gewerkschaft an die Regierung

GdG: "Lehnen Verschlechterungen im Sozialbereich ab!"

Wien (GdG/ÖGB). Die Frauenabteilung in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) protestiert in einer Aussendung gegen die von der Regierung geplanten Verschlechterungen im Sozialbereich. Die GdG-Frauenvorsitzende, Susanna Neugebauer, erwähnte in der Protestnote vor allem die Erhöhung der Rezeptgebühr, des Spitalstaggeldes und den Kostenbeitrag bei Ambulanzbesuchen.++++

"Diese Maßnahmen treffen vor allem Familien mit niedrigem Einkommen, alleinstehende Frauen und Männer, die niedrige Pensionen oder Gehälter beziehen", kritisierte Frauenvorsitzende Susanna Neugebauer. Es kann nicht hingenommen werden, dass auf dem sozialen Sektor solche Eingriffe vorgenommen werden, die ja nur jene Menschen treffen, die aufgrund ihrer Krankheiten gezwungen sind, lange Zeit hindurch Medikamente zu nehmen bzw. Ambulanzen aufzusuchen. "Diese ohnehin schon durch ihre körperliche Verfassung schwer benachteiligten Menschen schlucken ja nicht Medikamente aus Jux und Tollerei, sondern weil sie Teil der Therapie sind. Auch Ambulanzbesuche sind üblicher Weise nicht Vergnügungsprogramme, sondern meist langwierige, die Gesundheit sichernde Termine", sagte Neugebauer.

Soll in unserem Staat, der bis jetzt beispielgebend für den sozialen Sektor war, nun alles zugrundegerichtet werden, nur weil dieser Regierung das Augenmaß und das Mitgefühl für Kranke und wirtschaftlich Schwache fehlt? Für die GdG-Frauen heißt die Antwort klar "Nein". Vielmehr werde man den Widerstand gegen die asozialen Gesetzesvorhaben weiterhin fortsetzen. (ew)

ÖGB, 19. April 2000 Nr. 293

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