Die Kinderfreunde protestieren gegen die neue Zivildienstregelung

Wien (OTS) - Zivildiener sind unverzichtbar für Ferienaktion "Sonnenkinder" für rund 180 mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche und für Ausflüge und Außerhaus-Aktivitäten wie Schwimmen und Eislaufen in vielen Kindertagesheimen.

Wien, 18.4.2000 - Mit einem Protestbrief an Innenminister Ernst Strasser schlossen sich die Wiener Kinderfreunde heute der großen Zahl von Gegnern der neuen Zivildienstregelung an.

Die 60 Zivildiener, die den Wiener Kinderfreunden zugeteilt waren, haben wertvolle und unersetzbare Begleit- und Hilfsdienste (ohne pädagogische Verantwortung) in den fast 500 Kinderbetreuungsgruppen und vor allem während der Ferienmonate bei der Aktion Sonnenkinder geleistet. Diese Aktion wurde auch international ausgezeichnet (Henry Ford Award) und ist die einzige Möglichkeit einer Tagesbetreuung für behinderte Kinder und Jugendliche in Wien, für die Ferienaufenthalte meist nicht in Frage kommen. Die Zivildiener sind für diese Projekt unverzichtbar als Unterstützer der PädagogInnen bei dieser wertvollen Arbeit. Sie helfen Schwerstbehinderten, ihren Tag außerhalb des Rollstuhls, auf der Wiese zu verbringen, sich in der Natur zu bewegen, an von den Zivildienern vorbereiteten Spielen teilzunehmen. Die Zivildiener leisten Hilfsdienste bei der Verpflegung, machen Botenfahrten, führen kleine Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten durch und vieles mehr.

In den Kindertagesheimen leisten sie ähnliche Dienste und ermöglichen viele Außerhaus-Aktivitäten erst, da sonst die notwendigen Begleitpersonen für Ausflüge fehlen würden. Gerade für Kinder, die in der Großstadt leben, und die ganztägig in unseren Kindertagesheimen betreut werden, stellen die Aktivitäten, die ohne Zivildiener nicht oder nicht in diesem Umfang durchgeführt werden können, oft die einzige Möglichkeit dar, sich wochentags an der frischen Luft zu bewegen oder kulturelle Angebote zu nützen.

Weiters warnen die Kinderfreunde vor der ersatzlosen Streichung der Zivildienereinsätze als Schülerlotsen, da dies die Sicherheit vieler Kinder gefährden würde.

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