FIT für künftige Herausforderungen

EU fördert Zusammenarbeit beim Ausbau des Verkehrsnetzes in der Donauregion - FIT dient als Entscheidungs-Plattform

Wien, (OTS) Die Europäische Union fördert grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch bei Verkehrsfragen. So wird etwa der Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu Österreichs osteuropäischen Nachbarn im Rahmen der Interreg-Programme forciert und in grenzüberschreitender Zusammenarbeit gemeinsam mit den Nachbarstaaten an Infrastruktur-Lösungen gearbeitet. Entsprechende Informationen gibt es derzeit auch in von der Stadt Wien geschalteten Inseraten.

Die österreichische Ostregion mit den angrenzenden Regionen Tschechien, Slowakei und Ungarn hat günstige Voraussetzungen, sich in ein paar Jahren zum europäischen Ballungszentrum zu entwickeln. Um dafür gerüstet zu sein, laufen im Vorfeld zahlreiche Initiativen, an denen die Stadt Wien wesentlich beteiligt ist. Wie Bürgermeister Dr. Michael Häupl betont, stellt der prognostizierte Strukturwandel eine große Herausforderung für Wien dar: "Wir haben uns im vollen Bewusstsein dieser Entwicklung von Beginn an für
eine engagierte und verantwortungsvolle Vorbereitung der EU-Erweiterung eingesetzt. Grenzüberschreitende Kooperationen bieten eine hervorragende Möglichkeit, das Zusammenwachsen der sehr unterschiedlichen Regionen in einem gemeinsamen Arbeitsprozess zu lernen, zu erproben und zu entwickeln." Ein Schwerpunkt dabei: Der Ausbau des Verkehrsnetzes in der gesamten Donauregion. Die EU unterstützt dieses Vorhaben und stellt finanzielle Mittel im
Rahmen der Interreg-Programme für die Planung zur Verfügung. Damit können Mängel im Verkehrssystem beseitigt und sowohl der Geschäfts-, als auch der Personen- und Warenverkehr wieder attraktiver gestaltet werden. Insgesamt heißt das: Der öffentliche Verkehr wird besser und kundenfreundlicher.

So soll man zum Beispiel künftig mit der Bahn, ohne Umsteigen und mit nur einem Fahrschein, nach Bratislava kommen; umgekehrt werden Reisende aus der Westslowakei, aus Wien und dem Nordburgenland in speziell gekennzeichneten Zugsgarnituren (Vienna Airport Express) mit mehr Service und Komfort zum Flughafen gebracht. Air-Port Shuttles helfen Zeit und Nerven zu sparen, Nostalgiezüge laden zu Ausflügen ein, Züge sollen in kürzeren Intervallen in die umliegenden Städte wie Brünn, Bratislava und Györ fahren, die Bahnhöfe sollen serviceorientierter gestaltet werden.

Um all diese Maßnahmen zu koordinieren, wurde die Plattform Future Investment Transport and Infrastructure, kurz FIT genannt, eingerichtet. Verkehrsexperten, Stadtplaner und Politiker aus der gesamten Region treffen einander regelmäßig, um Vorhaben aufeinander abzustimmen und gemeinsame Entscheidungen zu treffen.****

Walther Stöckl von der MD-EU-Förderungen (Internet:
www.wien.at/meu/; e-mail: post@meu.magwien.gv.at: "Die Initiative bringt Menschen aus der ganzen Region zusammen und lässt sie nach gemeinsamen Lösungen suchen. Damit schaffen wir übergreifende Netzwerke für künftiges Handeln, von dem letztendlich alle profitieren."

Koordinierte Strategie

Bei den Konferenzen und regelmäßigen FIT-Workshops werden sämtliche Entwicklungen und Aktivitäten auf gemeinsame Lösungsstrategien hin analysiert und Vorschläge zur besseren Abstimmung und Umsetzung erarbeitet. Einig ist man sich, dass der Wirtschaftsraum Wien als Standort europäischer Dimension für internationale Investitionen attraktiv und im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben soll. Ziel ist die Entwicklung einer koordinierten Strategie zum Ausbau der Infrastruktur und zum leistungsfähigen Anschluss an die Verkehrsnetze der mittel- und osteuropäischen Nachbarstaaten.

Erste Ergebnisse wurden auf einer Enquete im Oktober vergangenen Jahres präsentiert. Wien kann sich dadurch verstärkt als "Kompetenzzentrum" in einem mitteleuropäischen Städtenetzwerk positionieren. Dazu wird es auch notwendig sein, Hochtechnologie-Unternehmen im Bereich Logistik, Telematik, E-Commerce und Transport-Technologie in Wien anzusiedeln. "Wir stellen uns den Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs und des wirtschaftlichen Strukturwandels", betont Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Brigitte Ederer, "Wien gilt schon jetzt als international anerkannter Technologie- und Wirtschaftsstandort und wir haben die besten Voraussetzungen, auch in Zukunft erfolgreich
zu sein."

Daten zur Region Wien

In der "Region Wien" wohnen fast 3,7 Millionen Menschen, von denen rund 1,6 Millionen berufstätig sind. In über 130.000 vorwiegend Klein- und Mittelbetrieben erwirtschaftet die Region
Wien ein Bruttoregionalprodukt von etwa 1.000 Milliarden Schilling pro Jahr; das sind rund 45 Prozent der gesamtösterreichischen volkswirtschaftlichen Wertschöpfung.

o In einem Umkreis von kaum 300 Kilometern befinden sich gleich

fünf europäische Hauptstädte (Prag, Preßburg, Budapest, Zagreb, Laibach).
o Die Region Wien liegt am Schnittpunkt zweier großer

Wirtschaftsräume mit jeweils rund 400 Millionen Menschen - der
EU und Osteuropa.
o Die Region Wien liegt auch am Schnittpunkt internationaler

Verkehrswege, transkontinentaler Strom-, Gas- und Ölleitungen, aber vor allem auch Glasfiberleitungen.
o Österreichs führende Banken, Versicherungen,

Forschungseinrichtungen, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer haben ihren Sitz in Wien. Sie bieten bei der Finanzierung von Investitionen und Handelsgeschäften Know-how und Sicherheit. (Schluss) red

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