Verzetnitsch: Wahlfreiheit zwischen Zivil- und Präsenzdienst in Gefahr

Arbeitsplatzverweigerung möglich

Wien (ÖGB). "Die heutigen Zivildienst-Vorschläge von Innenminister Strasser könnten für viele Jugendliche direkt in die Arbeitslosigkeit führen", warnte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch vor den Folgen für viele junge Arbeitnehmer.++++

Strasser dürfte bei seinen heute verkündeten Zivildienst-Vorschlägen die Folgen für junge Arbeitnehmer nicht bedacht haben. Dabei könnte es, so Verzetnitsch, durchaus dazu kommen, dass Arbeitgeber junge Arbeitnehmer mit der Begründung, dass nicht abzuschätzen sei, wann dieser nun seinen Zivildienst antreten könne, einen Arbeitsplatz verweigern. Verzetnitsch: "Der direkte Weg in die Arbeitslosigkeit. Das kann auch Herr Strasser nicht wollen."

Generell sieht der ÖGB-Präsident durch die Änderungen beim Zivildienst die Wahlfreiheit zwischen Präsenzdienst und Zivildienst gefährdet. Verzetnitsch: "Der Zivildienst scheint der neuen Regierung weniger wert zu sein. Daher werden in Zukunft Zivildiener unter dem Deckmantel der Gleichbehandlung von Präsenz- und Zivildienern benachteiligt." Der ÖGB-Präsident abschließend: "Präsenz- und Zivildienst sollen gleichwertig erhalten bleiben. Sie haben über Jahre einen Platz in unserer Gesellschaft gefunden. (ff)

ÖGB, 18. April 2000 Nr. 290

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