OeNB - Die öst.Zahlungsbilanz in den Monaten Jän.-Feb.2000

Wien (OTS) - Im Februar 2000 betrug das Defizit der
Leistungsbilanz auf Cash-Basis 0,13 Mrd Euro (2 Mrd S) - seit
Beginn des Jahres 1999 werden die Daten der österreichischen Zahlungsbilanzstatistik in Pressemeldungen in der
Währungseinheit Euro veröffentlicht. In der OeNB Publikation "Statistische Monatshefte" werden die Daten sowohl in Euro als
auch in ATS dargestellt - gegenüber 0,26 Mrd Euro (3 1/2 Mrd S)
im Februar des Vorjahres.

Für Jänner bis Februar 2000 zeigte die Leistungsbilanz mit -0,50 Mrd Euro (7 Mrd S) ein um 0,06 Mrd Euro (1 Mrd S)
niedrigeres Defizit als im Vorjahr.

Wesentlich für die Verringerung des Defizits waren die
positiven Entwicklungen in den Teilbilanzen Dienstleistungen, Einkommen und Laufende Transfers.

Das Defizit der Warenzahlungen vergrößerte sich im Vorjahresvergleich um 0,43 Mrd Euro auf 1,41 Mrd Euro, wobei die Importzahlungen mit 22 % etwas stärker stiegen als die Exporterlöse mit 20 %. Wie bereits im Jänner 2000 erwähnt, sind die hohen Zuwachsraten zumindest zum Teil auf ein niedriges Vergleichsniveau im Vorjahr, d.h. auf Basiseffekte, zurückzuführen.

Der Überschuss der Dienstleistungen erhöhte sich um
0,16 Mrd Euro. Dazu trug die günstige Entwicklung insbesondere
von Patenten und Lizenzen, Technische, wissenschaftliche, wirtschaftliche Beratung und Operational Leasing bei. Das
Aktivum aus dem Reiseverkehr verringerte sich dagegen um
0,02 Mrd Euro, da die Reiseverkehrsausgaben mit +22 % stärker gestiegen sind als die Einnahmen mit +8 %.

Die Einkommensbilanz auf Cash-Basis zeigte mit -0,52 Mrd Euro
ein geringeres Defizit als im Vergleichszeitraum, desgleichen
die Transferbilanz mit -0,19 Mrd Euro.

Die Kapitalbilanz schloss insgesamt mit einem
Nettokapitalimport von 1,10 Mrd Euro (15 Mrd S), wobei die dominierenden Komponenten Portfolioinvestitionen und die
sogenannten Sonstigen Investitionen (z.B. Einlagen, Kredite)
waren.

Im Bereich der Portfolioinvestitionen war ein
Nettokapitalimport von 2,33 Mrd Euro zu verzeichnen gegenüber
0,21 Mrd Euro in der Vergleichsperiode. Diese Entwicklung
erklärt sich aus dem verstärkten Engagement von ausländischen Investoren in österreichische Wertpapiere, vorwiegend in langfristige festverzinsliche Wertpapiere, aber auch in Geldmarkttitel. Österreichische Anleger kauften größere Volumina an ausländischen Anteilspapieren und festverzinslichen
Wertpapieren als im Vergleichszeitraum.

Die Sonstigen Investitionen schlossen mit einem etwa gleich
hohen Kapitalexport (1,40 Mrd Euro) wie in den ersten beiden
Monaten des Vorjahres.

Die offiziellen Währungsreserven nahmen in der
Berichtsperiode geringfügig (0,02 Mrd Euro) zu, während sie in
der Vergleichsperiode im wesentlichen durch die Übertragung von Währungsreserven an die EZB abgenommen hatten.

ZAHLUNGSBILANZDATEN FÜR Februar Jän.- Feb. 2000 1999 2000 1999
in Mrd Euro

Warenzahlungen ............. -0,67 -0,52 -1,41 -0,98 Eingänge ................ 5,43 4,57 10,49 8,75 Ausgänge ................ 6,10 5,09 11,90 9,73 Dienstleistungen ........... 0,86 0,71 1,61 1,46 Eingänge ................ 2,19 1,92 4,25 3,83 Ausgänge ................ 1,33 1,21 2,63 2,37 hievon: Reiseverkehr ..... 0,56 0,60 1,22 1,24 Eingänge ................ 1,11 1,05 2,32 2,14 Ausgänge ................ 0,55 0,45 1,09 0,89 Einkommen .................. -0,15 -0,27 -0,52 -0,69 Eingänge ................ 0,77 0,62 1,66 1,22 Ausgänge ................ 0,92 0,90 2,17 1,90 Laufende Transfers ......... -0,17 -0,17 -0,19 -0,36 Eingänge ................ 0,16 0,14 0,66 0,63 Ausgänge ................ 0,32 0,30 0,85 0,99

1) Zunahme: -; Abnahme:+.
Rundungen können Rechnungsdifferenzen ergeben.

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