GPA: Absage an Strassers Zivildienstprogramm

SchülerInnen- und StudentInnengewerkschaft stellt sich gegen Sparmaßnahmen im Zivildienstbereich

Wien (GPA/ÖGB). Seit heute ist das Sparprogramm des Bundesministers Strasser fix. Ein Drittel der Zivildiener wird "eingespart”. Dies steht in keinem Verhältnis zu den Anträgen, denn immer mehr junge Menschen entscheiden sich für den Dienst ohne Waffe.++++

Dabei handelt es sich um eine reine Budgetkosmetik, weil die Anträge ja nur aufgeschoben werden. Die Jugendlichen müssen ihren Zivildienst schließlich später ableisten, der Staat erspart sich dadurch nichts.

Weiters ist zu betonen, dass mit der Lebenszeit und Lebensplanung der Jugendlichen nicht sorgfältig umgegangen wird. "Man kann jungen Menschen, die vielleicht gerade Matura gemacht haben, nicht zumuten, jahrelang auf ihre Zuweisung zu warten, um dann später ihre Ausbildung oder Erwerbstätigkeit zu unterbrechen”, meint Ernst Ruppert, Vorsitzender der GPA-StudentInnen.

Der Wegfall der Essensbons ist eine soziale Grausamkeit. "Niemand kann sich um öS 43,-- pro Tag ernähren. "Um diesen Betrag bekommt man höchstens drei Wurstsemmeln.”, meint Dominik Gries, Vorsitzender der GPA-SchülerInnen.

Was hinter diesen Plänen steht, ist ganz klar: Ein Aushungern und Aufschieben mit dem Ziel, den Zivildienst so unattraktiv und belastend wie möglich zu machen. "Das ist für uns nicht akzeptabel. Wir stehen für einen leistbaren Zivildienst, dem auch die nötige Wertschätzung zukommt, und sind gegen ein Hungerjahr für junge Männer”, stellen die SchülerInnen- und StudentInnengewerkschafter klar. "Die GPA-SchülerInnen und StudentInnen werden die angekündigten Protestmaßnahmen der Zivildiener in der Aktionswoche vom 8. Mai bis 13. Mai 2000 mit allen gewerkschaftlichen Mitteln unterstützen.”

ÖGB, 18. April 2000 Nr. 289

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