Dirnberger: Waneck erfüllt langjährige Forderung von ÖAAB und AK

Gesundheitssprecher sollen für Streichung des § 343 ASVG sorgen

Wien (OTS) - "Der ÖAAB hat sich durchgesetzt." Mit diesen Worten reagierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) auf die Ankündigung von Staatssekretär Waneck, für mehrere hundert zusätzliche Ärzte sorgen zu wollen.

Dirnberger: "Seit 1992 weist der ÖAAB unter dem Motto "Wir kurieren den Ärztemangel" auf die große fehlende Anzahl an niedergelassenen Ärzten mit Kassenverträgen hin und fordert vom zuständigen Ministerium eine Verbesserung. Die monatelangen Wartezeiten der Patienten auf einen Termin beim Facharzt und dann das stundenlange Sitzen im Wartezimmer sind eine Zumutung und haben ihre Ursache direkt bei der Ärztekammer und deren Funktionäre."

Zwt.: Ärztelobby will sich zusätzliche, junge Kassenärzte vom Leib halten

Wie Dirnberger erklärt, dürfen nach § 343 ASVG die Krankenkassen nur mit jenen Ärzten einen Vertrag abschließen, die ihnen von der Ärztekammer vorgeschlagen werden. "Zum Nachteil der Patienten und arbeits- weil vertragslosen Jungärzte haben sich die alteingesessenen Funktionäre der Ärztekammer durch ihr Veto Konkurrenz vom Hals gehalten. Ich appelliere daher an die Gesundheitssprecher im Parlament, Grünwald, Pittermann, Pumberger und Rasinger die Initiative von Staatssekretär Waneck zu unterstützen und den § 343 ersatzlos aus dem ASVG zu streichen", schlägt Dirnberger vor.

Zwt.: Selbstbehalt in Spitalsambulanzen nur wenn es mehr Ärzte mit Kassenverträgen gibt

Die Einführung eines Selbstbehaltes beim Besuch einer Spitalsambulanz ist gegenüber der Bevölkerung nur dann fair, so AK-Vizepräsident Dirnberger, wenn den Patienten genügend Kassenvertragsärzte zur Verfügung stehen. Das war bisher nicht der Fall, wie alleine in Niederösterreich eine Reihe von unterversorgten Gemeinden zeigt. "Die Ansuchen der Bürgermeister um z.B. einen Kinderarzt oder Internisten wurden von der Ärztekammer abgeschmettert. Damit ist es nach der Ankündigung von Staatssekretär Waneck in Zukunft hoffentlich vorbei. Das geldgierige Lobbying, jede Konkurrenz abzulehnen, darf nicht länger auf Kosten der Patienten gehen", fordert AK-Vizepräsident Dirnberger abschließend.

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