Libyen: Erstmals seit 1986 wieder Messe mit internat. Beteiligung

Österreich mit WKÖ-Gruppenausstellung vertreten - Ende des UN-Embargos gegen Libyen ergibt neue Exportmöglichkeiten

Wien (PWK) - Zum ersten Mal seit 1986 und nach Suspendierung des UN-Embargos gegen Libyen per April 1999 findet heuer die Internationale Messe Tripolis unter großer internationaler Beteiligung statt. Neben 31 anderen Ländern ist auch Österreich von 5. bis 20. April mit einer Gruppenausstellung des WIFI der Wirtschaftskammer Österreich vertreten. Gemeinsam mit der österreichischen Außenhandelsstelle in Tripolis wurde die Beteiligung an der wichtigsten Auslandsmesse Libyens im Hinblick auf die verstärkten Exportmöglichkeiten organisiert und um der ebenfalls verstärkten internationalen Konkurrenz Paroli zu bieten.

Insgesamt nehmen 12 österreichische Unternehmen - vor allem aus dem Investitionsgütersektor - an dem WIFI-Gruppenstand teil. Das letzte Mal war Österreich 1986 auf dieser grundsätzlich alle zwei Jahre stattfindenden Messe präsent. Außerordentlich stark sind heuer Exporteure aus Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland vertreten.

Im Hinblick auf die hohe Aufnahmefähigkeit des libyschen Marktes regt der österreichische Handelsdelegierte in Tripolis, Herbert Preclik, an, dass sich Firmen aus Österreich auch verstärkt am Konsumgütersektor dem afrikanischen Mittelmeer-Anrainerstaat mit über 5 Millionen Einwohnern und Exporteinkünften von etwa 10 Mrd US-Dollar pro Jahr zuwenden sollten. "Österreichische Unternehmen genießen seit Jahrzehnten einen ausgezeichneten Ruf in Libyen, den es auch zu nutzen gilt", meint Preclik.

Die österreichische Präsenz auf der Internationalen Messe Tripolis wurde seitens hochrangiger libyscher Funktionäre sehr geschätzt, und sowohl Regierungsstellen als auch Privatunternehmen trugen eine Vielzahl von Anfragen an die ausstellenden österreichischen Unternehmen heran. "Um die Chancen österreichischer Exporteure am libyschen Markt noch besser zu nützen und um neue Exporteure für diesen lukrativen Markt zu finden, plant die Wirtschaftskammer Österreich noch im Herbst dieses Jahres eine allgemeine Wirtschaftsmission nach Libyen, die den Firmen den Markteinstieg erleichtern soll", berichtet Preclik.

Im Durchschnitt betrugen die österreichischen Ausfuhren nach Libyen in all den Embargo-Jahren etwa 1 Mrd Schilling, denen libysche Erdölverkäufe nach Österreich von rund 2 Mrd Schilling gegenüber standen. 1999 lagen die österreichischen Lieferungen aufgrund des niedrigen Ölpreises Anfang des Jahres mit einem Wert von 568 Millionen Schilling unter dem Durchschnitt. "Im Hinblick auf die guten Beziehungen, die Österreich seit Jahren in Libyen genießt, und aufgrund der Aufnahmefähigkeit des libyschen Marktes, bieten sich den österreichische Exporteuren in Zukunft gute Geschäftsmöglichkeiten", ist Preclik überzeugt.

Die Ausfuhren Österreichs nach Libyen setzen sich aus einer Vielzahl von Exportpositionen zusammen: beginnend von Fruchtsäften und Lebensmittel über Holz, Papier, Pappe, Verpackungsmaterial, Chemikalien, Pharmazeutika bis hin zu Verkehrsmittel, Maschinen und Anlagen. (Ne)

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