Lunacek: Widerstand gegen IWF und Weltbank ist gerechtfertigt

IWF verantwortlich für Zunahme von Armut und Hunger

Wien (OTS) "Der friedliche Widerstand gegen die Strukturanpassungsprogramme des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Weltbank seitens zahlreicher NGOs ist gerechtfertigt und wichtig", kommentiert die entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, anläßlich der Proteste bei deren Frühjahrstagung in Washington. Vor allem der IWF ist verantwortlich für eine rasante Zunahme der Kluft zwischen Arm und Reich und bewirkt in den Entwicklungsländern das genaue Gegenteil der eigentlich notwendigen nachhaltigen sozialen und ökologischen Entwicklung, so Lunacek. Gerade das klägliche Versagen der Entschuldungspolitik gegenüber den Entwicklungsländern zeigt, daß der IWF nur die Interessen der reichen Länder im Auge hat. Gegen diese Politik kämpft in Washington - wie schon zuvor in Seattle - ein globales Netzwerk von NGOs und erreicht damit eine breite Debatte in der Weltöffentlichkeit über die tatsächlichen Ursachen von Armut und Hunger.

Spätestens seit der Asienkrise ist deutlich geworden, daß es dringend einen Mechanismus zur Kontrolle der Weltfinanzmärkte braucht, denn nur mit einer effektiven Kontrolle wären Krisen wie in Asien und Rußland vermeidbar gewesen. Derartige Ereignisse treffen ja nicht nur die Börsen, sondern wirken sich drastisch auf die Lebensverhältnisse der Bevölkerung der betroffenen Länder aus. "Die notwendige neue Welt-Finanz-Architektur, deren Ausarbeitung Aufgabe des IWF wäre, läßt aber noch immer auf sich warten", so Lunacek.

Die Grünen unterstützen die Forderung der NGOs betreffend einen Finanzierungsstopp von Großprojekten im Bereich der Erdöl- und Erdgasförderung und des Bergbaus durch die Weltbank. "Gerade diese Großprojekte führen oftmals zur Vertreibung indigener Völker und zu einem massiven Raubbau an und zur Zerstörung von funktionierenden Ökosystemen in Wäldern und Flüssen", kritisiert Lunacek.

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