Osteuropa-Umsätze österreichischer Firmen steigen: Plus 20 Prozent

836,1 Millionen Schilling Ostumsatz pro Unternehmen

Wien (OTS) - Die Umsätze der österreichischen Unternehmen in Osteuropa steigen konstant. 1999 waren es laut dem neuesten Osteuropa-Umsatz-Ranking von TOP-GEWINN durchschnittlich zwischen zehn und 20 Prozent mehr, die erwirtschaftet wurden. An der Spitze des Umsatzrankings steht die OMV. Hat sie im Geschäftsjahr 1998 noch 13,2 Milliarden Schilling im Osten umgesetzt, so konnte sie 1999 diese Zahl auf eindrucksvolle 16,9 Milliarden Schilling steigern (plus 29 Prozent).

Platz zwei ging an die Bau Holding, die mehr als 12,6 Milliarden Schilling schwer ist. Was einem Plus von 97 Prozent gegenüber 1998 bzw. 243 Prozent gegenüber 1997 entspricht.

Platz drei ging an die Porsche Holding. Sie konnte den Umsatz um 24 Prozent von 9,4 auf 11,27 Milliarden Schilling steigern.

Die Familie Meinl setzt nach dem Verkauf der ungarischen Filialen (ist noch in Polen, der Slowakei, Slowenien und Tschechien vertreten) 2,7 Milliarden Schilling um, was den 17. Platz im Ranking bedeutet.

Den in der Spitzengruppe größten Umsatzzuwachs während der letzten drei Jahre hat Flextronics verbuchen können. Das Elektronikunternehmen (Sitz der Mutterfirma in Österreich ist die Wienerbergstraße 7 in Wien) ist zwar nur in Ungarn vertreten, dafür jedoch ordentlich. Die dort erwirtschafteten 6,49 Milliarden Schilling Umsatz bedeuten ein Plus von 333 Prozent gegenüber 1997 -und damit Rang sechs.

Die Daten wurden von 253 in Österreich ansässigen Mutterkonzernen für das Geschäftsjahr 1999 erhoben. Die Unternehmen besitzen mindestens eine Tochterfirma bzw. sind ein Joint Venture eingegangen oder halten Beteiligungen in einem oder mehreren der 19 zentral- und osteuropäischen Länder.

836,1 Millionen Schilling Ostumsatz pro Unternehmen

Die nackten Zahlen des TOP-GEWINN-Rankings:

o 221 der 253 in Österreich ansässigen Mutterkonzerne gaben ihren Gesamtumsatz für die Niederlassungen in Zentral- und Osteuropa bekannt.

o Allein 42 davon erwirtschafteten im Geschäftsjahr 1999 über eine Milliarde Schilling an Umsatz.

o Alle 221 Unternehmen setzten insgesamt 184,8 Milliarden Schilling um.

o Was statistisch einem durchschnittlichen Ostumsatz von 836,1 Millionen Schilling für jedes der 221 Unternehmen entspricht.

o Diese 221 Unternehmen beschäftigten 1999 in Summe 106.403 Mitarbeiter.

o Das entspricht einer durchschnittlichen Beschäftigtenzahl von rund 486 Mitarbeitern pro Firma.

o Und umgelegt auf den Umsatz von 836,1 Millionen Schilling pro Unternehmen bedeutet dies einen Pro-Kopf-Umsatz von 3,78 Millionen Schilling pro Mitarbeiter.

253 Unternehmen beschäftigen 130.240 Menschen

Die österreichischen Unternehmen tragen einen großen Teil zur Beschäftigung im Osten bei:

o Im Ranking befinden sich 221 Unternehmen, die ihren Umsatz in Osteuropa bekannt gaben. 33 weitere wollten diese Kennzahl nicht beisteuern, bezifferten aber die Anzahl der Mitarbeiter, die sie in den insgesamt 19 Staaten beschäftigen.

o Insgesamt geben sie 22.837 Mitarbeitern Arbeit.

o Womit in Summe bei allen 253 Unternehmen 130.240 Arbeitnehmer beschäftigt sind.

Die Liste mit den größten Arbeitgebern führt ein Unternehmen an, das die meisten zwar nicht als österreichisches assoziieren würden, aber doch eines ist. Die McDonald's Central Europe GmbH hat ihren Sitz in Österreich. Von hier aus werden die Geschicke der Tochtergesellschaften und deren Franchise-Nehmer im Osten gelenkt. Insgesamt verdienten 1999 genau 20.803 Mitarbeiter ihre Brötchen, Pardon, Hamburger, unter dem gelben geschwungenen M.

An zweiter Stelle folgt die Bau Holding mit 8.580 Arbeitnehmern. Die Euro-BILLA Warenhandels AG belegt den dritten Platz mit 6.178 Mitarbeitern, dicht gefolgt von Konkurrent Austria SPAR International. Flextronics International erzielt mit 5.336 Beschäftigten in Ungarn den fünften Rang. Julius Meinl International rangiert mit 3.903 Mitarbeitern auf Rang acht.

Tschechien ist Nummer eins in der Investorengunst

Unser nördlicher Nachbar steht dabei ganz oben in der Gunst der rot-weiß-roten Investoren. 187 der 253 Mutterkonzerne haben ihr Lager auch auf tschechischem Hoheitsgebiet aufgeschlagen. Knapp dahinter liegt Ungarn an der zweiten Stelle. Die Magyaren konnten 177 der 253 Unternehmen überzeugen, mindestens eine Niederlassung bei ihnen aufzusperren.

Die Slowakei komplettiert das Trio mit 123 Nennungen. Stark zugelegt hat auch Kroatien, das seinen Nachbarn Slowenien überholt hat und sich heuer bereits an der fünften Stelle des Länderrankings befindet.

Starken Nachholbedarf hat weiterhin das Baltikum. Nach Estland, Lettland und Litauen haben sich nur sehr wenige Unternehmen von Österreich aus getraut. Was auf der einen Seite oft mit den Expansionsplänen von großen Firmengruppen zu tun hat (das Baltikum und Russland werden in einigen Geschäftsplänen lieber direkt von Deutschland, Frankreich oder England aus bearbeitet). Andererseits scheinbar aufgrund der geringen wirtschaftlichen Attraktivität der drei Staaten, sieht man von der heimischen Holzindustrie ab, die ihre Fühler auch dorthin ausgestreckt hat.

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