AK: Mehr Schutz für Reisende

Wien (OTS) - Wenn mich das Reisebüro bloß nicht vermittelt hätte:
Die AK-Konsumentenschützer wollen, dass künftig Urlauber auch dann rechtlichen Schutz durch die EU-Pauschalreiserichtlinie haben, wenn sie zB nur einen Flug buchen. Außerdem soll die Haftung der Reiseveranstalter verschärft werden und bei einem berechtigten Rücktritt sollen keine überhöhten Stornoforderungen verlangt werden dürfen. Die Reisenden brauchen mehr Schutz, fordern die AK-Konsumentenschützer. Daher muss die EU-Pauschalreiserichtlinie nachgebessert werden. ****

Die ÖsterreicherInnen reisen gerne - vor allem Auslandsreisen sind im Ansteigen. So reisten 1998 3,78 Millionen ÖsterreicherInnen ins Ausland.

Bei Urlaubsreisen ist der Schutz der Konsumenten daher besonders wichtig. Allerdings: Die EU-Pauschalreiserichtlinie hat Lücken, die geschlossen werden müssen, kritisieren die AK-Konsumentenschützer. Die Anfragen und die Beschwerden in der AK zeigen das auch.

Die in Österreich seit 1994 geltende EU-Pauschalreiserichtlinie brachte für die Konsumenten vor allem mehr Sicherheit im Fall einer Reiseveranstalter-Pleite. Auf Grund der mehrjährigen Erfahrungen zeigt sich nun, dass Nachbesserungen notwendig sind. Kürzlich hat die EU-Kommission einen Bericht an alle EU-Mitgliedsstaaten zur Stellungnahme verschickt.

Mehr Schutz für EU-Reisende
Die AK-Konsumentenschützer verlangen, dass die EU-Pauschalreiserichtlinie nachgebessert wird:

+ Rechtliche Absicherung bei "Nur-Flug"
Wird bei einem Reiseveranstalter zB nur ein Ferienhaus gemietet oder nur ein Flug gebucht, müssen die Urlauber rechtlich besser abgesichert sein.
Derzeit gibt es den rechtlichen Schutz der EU-Pauschalreiserichtlinie nur, wenn gleichzeitig der Flug und ein Hotel gebucht wird.

+ Besseres Haftungssystem
Gerade den Gewinnreiseversprechen von Reisebüros gehen die Konsumenten immer wieder auf dem Leim. Bei Reisemängeln oder sonstigen Problemen schieben die Reisebüros dann den Veranstaltern, die meist in einem ganz anderen Land sitzen, den schwarzen Peter zu. Und meist zieht dann der Konsument den Kürzeren.

+ Keine unberechtigten Stornogebührforderungen
Die Höhe der Stornogebühren hat schon viele Konsumenten geschockt. Darüber hinaus kann der Konsument nicht nachweisen, dass der Reiseveranstalter gar keinen Schaden hatte, weil die Reise ohnehin schon verkauft wurde. Daher muss unberechtigten oder überhöhten Stornogebührforderungen ein Riegel vorgeschoben werden. Bei den Pauschalreisen werden ab dem neunzehnten bis zum zehnten Tag vor Reiseantritt 50 Prozent verlangt.

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