KfV begrüßt verstärkte Kontrollen zum Osterwochenende

Wien (OTS) - "Spielregeln" im Straßenverkehr festlegen: das KfV fordert klare Rege= lung des Abstandverhaltens und vollziehbare Regelung für Gurtenmuffel Mehr Mittel für die "Schiedsrichter": die Zweckbindung der Strafgelder muß erhöht werden, um gezielte Überwachung zu gewährleisten

"Rote Karte" für Raser:

Der Innenminister hat in der heutigen Pressekonferenz für das Osterwochende verstärkte Kontrollen gegen Raser, Alkolenker und notorische Linksfahrer angekündigt. Das KfV begrüßt diesen Einsatz der Exekutive: Flächendeckende Kontrollen und Sanktionen können dazu beitragen, Überschreiter von Tempolimits zu zügeln.

Um die gezielte Überwachung aufrecht zu erhalten, sind mehr Mittel nötig. Ein bestimmter Prozentsatzder Strafgelder ist zweckgebunden, d.h. er fließt in die Finanzierung zukünftiger Kontrollen ein. Das KfV fordert die Erhöhung der Strafgeld-Zweckbindung. Allein die Präsenz der Exekutive kann die Minderheit der unverbesserlichen Raser dazu bringen, sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten.

In der Vorwoche starben acht Menschen aufgrund nicht angepaßter Geschwindigkeit Das KfV appelliert an Ihr Verantwortungsgefühl für ein partnerschaftliches Miteinander im Straßenverkehr. Das gilt besonders für das kommende Osterwochenende, wo erfahrungsgemäß auch viele "Sonntagsfahrer" in den wohlverdienten Urlaub rollen werden.

"Rote Karte" für Auffahrer:

Etwa jeder sechste Unfall mit Personenschaden ist ein Auffahrunfall. Auf Autobahnen ist schon beinahe jeder zweite Unfall ein Auffahrunfall. Fazit: Das Abstandsverhalten der Fahrer trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei. Aber in der StVO gilt die schwammige Definition, einen "ausreichend langen" Abstand einzuhalten. Hier besteht Handlungsbedarf, deshalb fordert das KfV eine klare Regelung für das Abstandverhalten. Generell hat sich die 2-Sekungen-Regel eingebürgert. Das ist gerade bei hohen Geschwindigkeiten knapp bemessen, aber viele Fahrer halten sich nicht einmal daran.

"Gelbe Karte für Gurtenmuffel"
Ihr Leben kann an einem Sicherheitsgurt hängen. Trotzdem ist jeder vierte Österreicher ohne Gurt unterwegs, rund ein Drittel der Kinder fährt völlig ungesichert mit. Nicht selten tollen Kinder zwischen den Vordersitzen herum, als wäre das Auto ein rollender Spielplatz. Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für große und kleine Gurtenmuffel neunmal so hoch wie für angegurtete.

Das KfVfordert höhere Strafen für Gurtenmuffel! Darüber hinaus fordert das KfV eine Regelung, die für die Exekutive vollziehbar ist, was man von der derzeit geltenden nicht behaupten kann.

Vom Osterfrieden war in der Unfallbilanz der Vorwoche noch nichts zu merken:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 12 PKW-Insassen (davon 11 Lenker), 3 Motorrad-Fahrer (davon 3 Lenker), 1 Moped-Lenker, 1 Radfahrer und 2 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (8), Überholen(4), Herzversagen (4) und Unachtsamkeit (1) festgestellt werden. Bei zwei Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger und 1 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben. 7 der 19 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle". 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet, 1 Motorrad-Lenker trug keinen Sturzhelm. 1 Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.

Vom 1. Jänner bis zum 16. April dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 223 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende Februar berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 229 Menschen tödlich

Frühlingserwachen und ab in den wohlverdienten Osterurlaub - diesen Plan hegen zigtausende Österreicherund Österreicherinnen am kommenden Wochenende. Damit der Kurzurlaub so schön endet wie er beginnt, sollten Sie sich an die "Spielregeln" im Straßenverkehr halten:
angepaßte Geschwindigkeit, ausreichendes Abstandsverhalten, kein Alkohol, Angurten und ein eigenverantwortliches Fahrverhalten an den Tag legen. KfV-Direktor Dr. Othmar Thann spricht sich für den Führerscheinentzug aus: "Jene, die sich partout nicht an die Spielregeln halten wollen, gehören auf die "Reservebank"."

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