"Maßnahmen der EU 14 sind völlig überzogen"

Schausberger empfing Sachsens Ministerpräsident Biedenkopf / Charme-Offensive fortgesetzt

Salzburg (OTS) - Die von den 14 EU-Mitgliedsstaaten
gegen Österreich ergriffenen Maßnahmen seien völlig
überzogen. Dies erklärte Sachsens Ministerpräsident
Prof. Dr. Kurt Biedenkopf am vergangenen Samstag, 15.
April, bei einem Treffen mit Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger im Chiemseehof. In Fortsetzung der
Charme-Offensive der regionalen Außenpolitik hatte
Schausberger Biedenkopf nach Salzburg eingeladen,
dieser sagte spontan zu. In einer Unterredung
informierte der Landeshauptmann den
Ministerpräsidenten eingehend über die politische
Situation in Österreich. Biedenkopf erklärte, es sei bewundernswert, wie viel Geduld Österreich den anderen Mitgliedsländern gegenüber angesichts der Sanktionen
aufbringe.

Sachsen, das noch vor Bayern der erste deutsche
Freistaat war, hat viele Bezüge zu Land und Stadt
Salzburg. Dresden, "das Elbflorenz des Nordens" und
Hauptstadt Sachsens ist Partnerstadt der
Landeshauptstadt; die heutige "Villa Salzburg" in der
Salzburger Straße fungiert als Heimstatt des nach der
Wende gegründeten Zentrums für behutsame
Instandsetzung und Restaurierung; Richard Strauss, der
Mitbegründer der Salzburger Festspiele, erlebte die
meisten Uraufführungen seiner Opern in Dresden;
Salzburger Firmen, wie Kaindl oder Alpine, errichteten
in Sachsen Zweigstellen und, nicht zuletzt, ist
Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf
Honorarprofessor an der Salzburger Universität.

Der für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht habilitierte Professor, Jahrgang 1930,
wechselte nach seiner Universitätskarriere 1971 in die
Zentrale des Henkel-Konzerns und amtierte von 1973 bis
1977 als Generalsekretär der CDU. Dem Bundestag
gehörte er von 1976 bis 1980 und von 1987 bis 1990 an.
Von 1977 bis 1983 war er stellvertretender
Vorsitzender der CDU Deutschlands. Seit 1990 ist
Biedenkopf Ministerpräsident des Freistaates Sachsen -
der ersten demokratischen Regierung seit dem Krieg -
und Mitglied des Sächsischen Landtags.

Salzburg half beim Wiederaufbau

Eine Salzburger Delegation besuchte im Mai 1996
Sachsen und brachte 10.000 DM als Spende für die
Wiedererrichtung der Frauenkirche mit. Mit ihrer 95
Meter hohen Steinkuppel war die Kirche neben dem
Zwinger nicht nur das Wahrzeichen Dresdens sondern
auch der bedeutendste protestantische Kirchenbau
Deutschlands. Zwei Tage nach dem verheerenden
Bombenangriff im Februar 1945 fiel sie plötzlich in
sich zusammen. In der Vorwendezeit wurden
Gedenkgottesdienste am 13./14. Februar in Ausreise-
Demonstrationen umfunktioniert.

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