FPÖVP-Regierung mit Wirtschaftslobby gegen Bauarbeiter

Rund 200 Millionen Schilling sollen den Bauarbeitern jährlich an Urlaubsentgeltansprüchen weggenommen werden

Wien (GBH/ÖGB). Im Zuge der im Regierungsprogramm vorgesehenen Verlängerung der Entgeltfortzahlung und Senkung der Lohnnebenkosten sollen in einem Schulterschluss von FPÖVP-Regierung mit der Bauwirtschaft massive Verschlechterungen im Bauarbeiter-Urlaubsrecht vorgenommen werden. ”Die im Berufsalltag ohnedies ständig schwersten Arbeitsbedingungen ausgesetzten Bauarbeiter will die neue Bundesregierung jetzt nicht nur im Pensionsrecht sondern auch noch beim Urlaubsanspruch empfindlich schlechter stellen”, warf heute morgen der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident, Johann Driemer, den Verantwortlichen in Regierung und Wirtschaft vor.++++

Konkret zielt der erste Angriff gegen die Bauarbeiter auf eine drastische Verschärfung der Anspruchsvoraussetzungen für den Urlaubsantritt. Allein diese Maßnahme würde bei jedem Bauarbeiter bereits zu einem Einkommensverlust von rund -1.200,- Schilling führen. Auf das Berufsleben gerechnet bedeutet dieser erste Schritt der geplanten Belastungsmaßnahmen für den Einzelnen ein Minus von 85.000 Schilling in der Geldbörse.

Parallel dazu will die Bundesregierung gemeinsam mit den Vertretern der Bauwirtschaft auch noch Vorstellungen über Teilurlaubsmöglichkeiten in der Art mit der geplanten Verschärfung bei den Urlaubsanspruchsvoraussetzungen verknüpfen, so dass in weiterer Folge noch wesentlich tiefere Einschnitte im Bauarbeiter-Urlaubsrecht vorgenommen werden können.

Bundesvorsitzender Driemer empört: ”Hier sieht man deutlich wie sinnnwidrig die Argumentation des nunmehrigen Herrn Wirtschafts- und Arbeitsministers Bartenstein ist, wenn er immer wieder aufs neue behauptet, es gebe keine Differenzen zwischen den Sachgebieten Wirtschaft und Arbeit.”

ÖGB, 17. April 2000 Nr. 282

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