Dirnberger verlangt von Waneck mehr Kassenärzte

Spitalsambulanzen durch mehr Arztordinationen entlasten

Wien (OTS) - "Nach dem Beschluss über die Einführung eines Selbstbehaltes beim Besuch einer Spitalsambulanz muss nun Staatssekretär Waneck für eine flankierende Maßnahme sorgen, damit dieser Selbstbehalt ein faires Steuerungsinstrument werden kann. Dazu muss es nun endlich mehr niedergelassene Ärzte mit Kassenverträgen geben", fordert AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB).

"Die Patienten gehen nämlich deswegen in Spitalsambulanzen, weil sie sonst monatelang auf einen Termin beim Arzt warten und dann noch stundenlang im Wartezimmer der Ordination sitzen müssen", erläutert Dirnberger die Ursache für die Besuche in Spitalsambulanzen.

Die Ursache für den Mangel an Ärzten mit Kassenverträgen ist die Ärztekammer. Laut § 343 ASVG dürfen die Krankenkassen nun an jene Ärzte einen Kassenvertrag vergeben, die von der Ärztekammer vorgeschlagen werden. "Damit es für die alteingesessenen Ärzte nicht Konkurrenz durch neue, junge Ärzte gibt, verhindern Ärztekammerfunktionäre, wie die Präsidenten Pjeta und in Niederösterreich Weintögl in den meisten Fällen Kassenverträge", erklärt Dirnberger. Oft müssen, so Dirnberger, Gemeinden 10 Jahre und länger auf einen Kassenvertrag für z.B. einen Kinderarzt oder Internisten warten.

"Die Patienten werden durch diese Vorgangsweise der Ärztekammer in die Spitalsambulanzen getrieben. Wenn es Staatssekretär Waneck um Fairness für die Patienten geht, muss er noch vor Einführung des Selbstbehaltes für mehr Ärzte mit Kassenverträgen sorgen, am besten durch Streichung des § 343 ASVG", verlangt AK-Vizepräsident Dirnberger von Staatssekretär Waneck.

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