Fonds Chef Seitner tief besorgt wegen Streichung der Zivildiener Arbeitserschwernis für Wiener Integrationsfonds

Wien (OTS) - Der Geschäftsführer des Wiener Integrationsfonds Hannes Seitner zeigte sich heute Montag tief besorgt über die vom Innenministerium verordnete Streichung der Zivildiener für den Integrationsfonds. Der Innenminister und sein ExpertInnen, so Seitner, haben offensichtlich keine Skrupel in einem so sensiblen Bereich vom Schreibtisch aus mit einem Federstrich Entscheidungen zu treffen, ohne auch nur ansatzweise die Bedeutung der Zivildiener für Organisationen, wie dem Wiener Integrationsfonds, zu kennen.

Der Fondchef wörtlich: Dr. Strasser jüngste Aussage im Standard, dass es für Zivildiener künftig keine Bürojobs mehr geben werde, stellt eine völlig unreflektierte Verallgemeinerung dar.

"Die Zivildiener seien sowohl auf administrativer als auch vor allem integrationspolitischer Ebene eine wesentliche Stütze des Integrationsfonds. Der Fonds sei immer bestrebt gewesen, Zivildiener gerade aus der 2 . und 3. Generation, also mit multiethnischem Hintergrund, zu gewinnen, um sie auch im Bereich der Betreuung von Migrantinnen einsetzen zu können. Der Fonds stehe derzeit daher vor dem unlösbaren Problem, die fünf Zivildiener, die durchschnittlich im Fonds arbeiten, zu ersetzen, erklärte Seitner.

Dem Sparargument könne er, Seitner, auch nicht folgen. Der Wiener Integrationsfonds arbeitet ausschließlich mit öffentlichen Geldern. Mit dem Aus für die Zivildiener müssten, um die Arbeit zu bewältigen, anstelle der Zivildiener fünf neue MitarbeiterInnen, die in das übliche Gehaltsschema einzubauen sind, aufgenommen werden. Im Falle des Fonds und ähnlicher Organisationen ginge das erst recht zu Lasten der Steuerzahler, sagte Seitner.

Wenn die Streichung der Zivildiener für den Integrationsfonds aufrecht bleibt, und davon sei auszugehen, werde das jedenfalls eine spürbare Einschränkung für die Arbeit des Integrationsfonds bedeuten, betonte der WIF-Geschäftsführer. Für ihn stelle sich dabei allerdings die Frage, ob es sich ausgerechnet diese Regierung leisten kann, die Handlungsfähigkeit von Organisationen im Integrations- und Flüchtlingsbereich doch nicht unwesentlich einzuschränken, schloss Seitner.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Philipp
Pressereferentin Wiener
Integrationsfonds
Tel.: (01) 4000/81547,
e-mail: g.philipp@wif.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS