40 Jahre NÖ Landesausstellungen

Pröll: Kulturelle Großereignisse, hohe Umwegrentabilität

St.Pölten (NLK) - Die diesjährige NÖ Landesausstellung im Stift Melk, "Die Suche nach dem verlorenen Paradies - Europäische Kultur im Spiegel der Klöster" steht auch im Zeichen eines bemerkenswerten Jubiläums, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung "Forum Niederösterreich": "Wir können heuer mit einigem Stolz auf 40 Jahre NÖ Landesausstellungen zurückblicken". Die erste, die große Barock-Ausstellung "Jakob Prandtauer und sein Kunstkreis", fand 1960 ebenfalls in Melk statt. Sie bedeutete eine kulturelle Pionierleistung und hat mit mehr als 380.000 Besuchern die Latte bereits sehr hoch gelegt. Seither kamen mehr als 7 Millionen Besucher zu den Landesausstellungen. Das sei, so Pröll, doch ein Qualitätsmerkmal, auch wenn Besucherzahlen nicht das einzige Kriterium sein können. Die NÖ Landesausstellungen brauche auch international keinen Vergleich zu scheuen und haben wesentlich zur Hebung des Ansehens Niederösterreichs in der Welt beigetragen, stellte der Landeshauptmann fest.

Zu den Kosten meinte Pröll, "die Kultur muss uns auch etwas wert sein." Außerdem seien gerade diese kulturellen Großereignisse mit einer hohen Umwegrentabilität verbunden: "Die Landesausstellungen beweisen, dass Niederösterreich nicht nur wirtschaftlich ein Top-Standort ist, Millionen Besucher haben die Schönheiten des Landes kennengelernt, Niederösterreich als Ausflugsziel schätzen gelernt, die Gastronomie genossen und Erholung gefunden." Von Anfang an sei auch eine Brücke zum Denkmalschutz geschlagen worden, viele Klöster und Schlösser erstrahlen heute aufgrund von Landesausstellungen in neuem Glanz. Das gelte auch für Stift Melk, wo mit der diesjährigen Landesaustellung eine 25jährige Restaurierung abgeschlossen wurde.

Von der Landesausstellung 2000 erwartet sich Landeshauptmann Pröll einen Besucherrekord, "schließlich gibt es einzigartige Kunstschätze aus mehr als 200 europäischen Klöstern und Museen zu sehen". Darüber hinaus hoffe er, dass "möglichst viele Besucher nicht nur die Vitrinen mit den wertvollen Schaustücken sehen, sondern auch zu Gedanken über die Bedeutung der Stifte und des Glaubens in unserer Zeit und über das ‚verlorene Paradies‘ angeregt werden. Zwar werden uns an jeder Ecke Einkaufsparadiese oder Freizeitparadiese versprochen, aber ein Stück vom wahren, inneren Paradies muss jede Mensch und jede Gesellschaft für sich selbst und in sich selbst finden."

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