Außenministerin Ferrero-Waldner glaubt im FORMAT-Interview an baldige Aufhebung der EU-Sanktionen

"Schnellschuß, der auf Dauer nicht beibehalten werden kann"

Wien (OTS)- In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT begrüßt die Außenministerin Benita Ferrero-Waldner die Ablehnung der Maßnahmen der EU 14 gegen Österreich durch den russischen Außenministers Igor Iwanow. Ferrero:
"Ich finde es richtig, daß sich möglichst viele Staaten gegen die Maßnahmen der EU-14 aussprechen. Iwanow hat gesagt, daß es falsch ist, sich in die inneren Angelegenheiten eines Staates einzumischen. Das ist genau das, was wir auch sagen." Die Sanktionen der 14 EU-Staaten bezeichnet Ferrero als "Schnellschuß aufgrund einer Vorverurteilung", der "auf Dauer nicht beibehalten werden kann". Laut Ferrero gibt es "eine Reihe von Bewegungen im Hintergrund". Die Außenministerin sieht daher ihre bisherige Politik bestätigt. Ferrero: "Steter Tropfen höhlt den Stein.Wenn man weiß, daß man im Recht ist, ist dieser Weg am besten. Ich werde mich sicher nicht so benehmen, wie andere europäische Minister, das habe ich wirklich nicht notwendig." Ferrero verurteilt neuerlich die Auslandsreisen der Oppositionspolitiker von SPÖ und Grünen: "Ich halte es für sehr gut und wichtig, daß Bundespräsident Klestil derartige Besuche macht. Ansonsten glaube ich nicht, daß sie notwendig sind. Wir brauchen keine Schatten-Außenminister. Im übrigen haben diese Reisen sowieso nichts bewirkt." Scharf greift Ferrero-Waldner SPÖ-Klubobmann Peter Kostelka an: "Vor meinem Schweiz-Besuch, war der Herr Kostelka in der Schweiz. Plötzlich hat es Demonstrationen gegeben und die Sozialdemokratischen Kollegen im Schweizer Parlament wollten mich nicht mehr empfangen. Da fragt man sich schon." Die Veto-Drohungen von Landeshauptmann Jörg Haider vergangene Woche in Brüssel verurteilt Ferrero: "Herr Landeshauptmann Haider hat wirklich nicht das Pouvoir, eine Veto-Drohung auszusprechen. Wir werden die österreichische Außenpolitik weiterführen wie bisher - wenn wir volle Informationen von der EU bekommen und ganz normal eingebunden sind."

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