"profil": Kabas: "ÖVP hat einen schlechten Stil"

Wiens FP-Chef Hilmar Kabas bezeichnet Bundespräsident Thomas Klestil als "Schwindler"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"
bezeichnet der Wiener FPÖ-Chef Hilmar Kabas
Bundespräsident Thomas Klestil wörtlich als "Schwindler".
Kabas auf die Frage, ob er Klestil schon verziehen habe,
dass ihn dieser als Minister abgelehnt habe: "Ich trage
seine Ablehnung wie einen Orden. Er war einer dieser
Schwindler aus Österreich, die das eigene Land in der Welt
schlecht gemacht haben. Seine Aktionen sind
dokumentiert, und er hat das auch nie entgegnet. Da sollte
es schon noch eine Klarstellung von ihm geben, denn so
billig darf auch der Präsident nicht davonkommen."

Auch den Koalitionspartner ÖVP kritisiert Kabas scharf.
"Die ÖVP hat einen schlechten Stil", meint der FPÖ-
Politiker gegenüber "profil". "Sie verkündet nach außen
etwas anderes, als sie in der Koalition beschließt Ð etwa in
der Frage des Getränkesteuer-Ersatzes, wo der VP-
Wirtschaftsbund gegen die Regierungspläne hetzt. So kann
es nicht gehen. Wenn die ÖVP so weitermacht, riskiert sie
Zustände wie in der alten rot-schwarzen Koalition." Und
auf die Frage, ob Kanzler Schüssel nun Wirtschaftsbund-
Chef Leitl zur Ordnung rufen solle: "Die Frage ist, ob die
sich nicht denken, dass das eine klasse Arbeitsteilung ist. Vielleicht haben sie sich das so ausgemacht und schauen
jetzt, ob die FPÖ das schlucken wird. Aber das wird"s mit
uns nicht spielen."

Innerhalb der FPÖ geht Kabas davon aus, dass er der
nächste Bürgermeisterkandidat der FPÖ sein wird. Kabas
zu "profil": "Am 7. Mai kandidiere ich einmal für das Amt
des Landesparteiobmanns Ð mit, wie ich glaube, guten
Aussichten auf Erfolg. Und ich gehe davon aus, dass der
Obmann die Partei auch in die Wahl führen wird." Das
Wahlziel in Wien ist für Kabas klar: "Wir wollen erster
werden." Kommt es in Wien zu einer rot-grünen Regierung,
dann würde es laut Kabas "zu einer Freigabe der Drogen
kommen ... und zu einer weiteren Öffnung gegenüber den Ausländern".

Das Wort "Überfremdung", das im vergangenen
Nationalratswahlkampf für so viel Aufregung gesorgt
hatte, will Kabas nicht mehr auf die FPÖ-Plakate schreiben.
"Wir arbeiten ständig an neuen Formulierungen, die man
nicht mehr gegen uns verwenden kann", erklärt Kabas
gegenüber "profil".

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