"Kleine Zeitung"-Kommentar: Problem (der) AK (Von Hans Winkler)

Ausgabe vom 15. April 2000

Graz (OTS) - In der Selbstvermarktung ist die AK großartig.

Allein schon wie sie ihr Kürzel aus den allgemin gebräuchlichen Namen durchgesetzt hat, ist eine beachtliche Leistung. Kein Mensch würde heute noch sagen "die Arbeiterkammer" oder gar Arbeitskammer -wie sie wirklich heißt.

Und nun ist gar Wahl. Kein Arbeitnehmer, dem in einer solchen Zeit nicht Briefe des jeweiligen AK-Präsidenten, Prospekte, Werbeschriften ins Haus geflattert wären.

Die AK agiert darin als Speerspitze des Kampfes gegen die Regierung, der sie jede Legitimität abspricht und die sie sogr mit den Nazis vergleicht. In Wien wird penetrant Werbung für den - sagen wir es vornehm - nicht gerade charismatischen AK-Präsidenten Herbert Tumpel betrieben.

Das alles kommt nicht etwa von der sozialdemokratischen Fraktion, sondern von der offiziellen AK.

Die AK ist momentan die einzige von den Sozialdemokraten kontrollierte Großorganisation, die funktioniert. Dass sie die Rolle der gelähmten SPÖ übernehmen will, ist irgendwie nachzuvollziehen.

Nur, wie kommen Nicht-Sozialisten dazu, dass das alles aus ihren Pflichtbeiträgen finanziert wird? ****

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