Prinzhorn: Bank Austria verschleudert Aktienpaket an Wienerberger

Auch ungeheurer Realverlust für österreichische Kleinanleger

Wien, 2000-04-14 - (fpd) Als ungeheuerliche Verschleuderung von Staatsvermögen bezeichnete der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher DI Thomas Prinzhorn heute den von der Bank Austria Gruppe beabsichtigten Verkauf der Anteile an Wienerberger zu einem unzumutbar niedrigen Preis. "Die Wienerberger-Aktie ist 35 bis 40 und nicht 29,8 Euro wert. Nun wird auch immer deutlicher, daß, wenn man heimische Industriebetriebe vor feindlichen Übernahmen schützen will, man sie vor allem vor dem Einfluß des Staates schützen muß." ****

Die Bank Austria stehe offensichtlich nach den in den USA produzierten Verlusten vor einem gewaltigen Liquiditäts- und Bilanzproblem. Nicht nur daß die Bilanz durch die Aufwertung von Immobilien und der Universale-Aktien "aufgebessert" wurde, so werden jetzt auch noch Notverkäufe getätigt. "Dem Randa steht das Wasser anscheinend bis zum Hals!", sagte Prinzhorn.

"Der Kurs der Wienerberger-Aktie, der in den letzten Tagen aufgrund von Übernahmeofferten mehrerer Interessenten am Bank Austria-Paket angezogen hat, liegt noch weit unter dem wirklichen Wert von 35 bis 40 Euro. Daher ist das Angebot an Kleinaktionäre und Bank Austria mit 29,8 Euro eine klassische Verschleuderung von öffentlichen Werten, Steuergeldern und Privatvermögen zahlreicher Kleinanleger."

Die Stadt Wien könne sich an der professionellen Vorgehensweise des Privatisierungsprogrammes der Bundesregierung ein Beispiel nehmen. Wieder einmal werde einem bewußt, wie dringend sich der Staat vor allem auch aus dem Bankenbereich zurückziehen müsse. Diese Schreckensbotschaften vernehme man überall dort, wo Staat, Länder oder Gemeinden an Wirtschaftsunternehmen beteiligt seien. "Ein Ende ist erst dann abzusehen, wenn sich die öffentliche Hand nur mehr ausschließlich um öffentliche Interessen kümmert und sich der Wilderei in der Privatwirtschaft absolut enthält", schloß Prinzhorn. (Schluß)

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