Theaterfest NÖ: Bilanz und Ausblick

LH Pröll urgiert Förderung durch Bund

St.Pölten (NLK) - "Die hohe künstlerische Qualität, die Professionalität, die Vielfalt und vor allem die künstlerische Freiheit des niederösterreichischen Sommertheaters sollen auch in Zukunft erhalten bleiben. Künstlerische Freiheit aber braucht wirtschaftliche Unabhängigkeit. Das Land wird daher auch weiterhin mit mehrjährigen Förderverträgen unterstützen." Das betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in Wien in einer Pressekonferenz, in der eine erfolgreiche Bilanz über fünf Jahre "Theaterfest Niederösterreich" gezogen und der Spielplan 2000 präsentiert wurden. Das Land stellt pro Jahr 16,5 Millionen Schilling zur Verfügung. Allerdings, so Pröll, sollte endlich auch der Bund einen Beitrag zu diesem "größten Kulturereignis Niederösterreichs" leisten. Dieser Forderung schloss sich auch der Intendant des Theaterfestes NÖ und der Festspiele Reichenau, Peter Loidolt, an. Er sieht in der Nichtförderung durch den Bund eindeutig eine Wettbewerbsverzerrung.

Im Vorjahr konnten bei 321 Vorstellungen an 14 Spielorten fast 170.000 Besucher verzeichnet werden. Der Netto-Kartenverkauf belief sich auf beachtliche 58,5 Millionen Schilling. In der Saison 2000 stehen an 15 Spielorten 333 Vorstellungen bzw. 20 Inszenierungen auf dem Spielplan. In alphabetischer Reihenfolge:

Die Sommerspiele Stift Altenburg bieten Molieres klassische Komödie "Tartuffe" (22. Juli bis 6. August)

Im Musical-Sommer Amstetten wird heuer "Fame - The Musical" mit der Musik von Steve Margoshes gespielt (26. Juli bis 19. August)

Die Operetten-Metropole Baden wartet in der Sommerarena mit Karl Millöckers "Gasparone", Paul Abrahams "Viktoria und ihr Husar" sowie mit der unsterblichen "Fledermaus" von Johann Strauß auf (24. Juni bis 10. September).

Die Volkskomödie "Mit besten Empfehlungen" von Hans Schubert steht auf dem Programm der Festspiele Berndorf (27. Juni bis 30. Juli).

Opern Air Gars bringt Giuseppe Verdis "La Traviata" in den stimmungsvollen Rahmen der Burgruine (14. Juli bis 13. August).

In Klosterneuburg wird "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart gespielt (12. Juli bis 5. August).

Die Schlossfestspiele Langenlois - neu im Theaterfest NÖ - laden zu "Wiener Blut" von Johann Strauß (21. Juli bis 13. August).

Der Laxenburger Kultursommer bleibt mit der parodierenden Posse "Der Barbier von Sievering" von Karl Meisl konsequent bei seiner Linie (30. Juni bis 27. August).

"Nur Ruhe!!!" von Johann Nestroy heißt es bei den Maria Enzersdorfer Festspielen auf Burg Liechtenstein (19. Juli bis 20. August).

Die Sommerspiele Melk haben heuer Gotthold E. Lessings "Nathan der Weise" auf den Spielplan gesetzt (15.Juli bis 19. August).

Bei den Komödienspielen Mödling darf über Georges Feydeaus "Der Damenschneider" gelacht werden (8. August bis 9. September).

Auf dem Programm der Sommerspiele Perchtoldsdorf steht "Der Impresario von Smyrna" von Carlo Goldoni (6. Juli bis 30. Juli).

Die Sommerspiele Reichenau bringen Maxim Gorkis "Sommergäste" (14. Juli bis 5. August), Ferdinand Raimunds "Der Bauer als Millionär" (8. Juli bis 6. August) und - im Südbahn-Hotel auf dem Semmering - "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus (7. Juli bis 6. August).

Die Nestroy-Spiele Schwechat bieten die Lokalposse "Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab" (30. Juni bis 29. Juli)

Bei den Festspielen Stockerau wird heuer "Becket oder die Ehre Gottes" von Jean Anouilh gespielt (10. Juli bis 29.Juli) und die Erfolgsproduktion "The King and I" erneut auf den Spielplan gesetzt (7. August bis 26. August).

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