ÖIAG-Betriebsräte: Wertpapierbesitzer gegen Mitbestimmung

ArbeitnehmerInnenvertreter sind ein Dorn im Auge der Anleger

Wien (ÖGB). "Wir sind den Anlegern öffensichtlich ein Dorn im Auge", so reagierte Peter Bernaschek von der Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte in der ÖIAG (Arge-ÖIAG-Betriebsräte) auf einen Brief des Schutzverbandes der Wertpapierbesitzer an den Finanzminister. Darin wird behauptet, die Beschickung des ÖIAG-Aufsichtsrates mit fünf ArbeitnehmerInnenvertreter sei "systemwidrig".++++

"Den Privatanlegern geht es doch nur um die Gewinnmaximierung. Da stören wir natürlich im Aufsichtsrat", stellt Bernaschek fest. So würden die Privatanleger fürchten, dass sie eine niedrigere Dividende bekommen. Bernaschek: "Die Aktionärsvertreter dürften nicht verstehen, dass nur der soziale Friede innerhalb und ausserhalb der Unternehmen auch die Dividenden sichert. Pure Ausbeutung hat noch keinem Unternehmen langfristig genützt". (ff)

ÖGB, 14. April 2000 Nr. 275

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