Hager: Das Ende des bilateralen Märchens

Sanktionen werden zunehmend zum Problem der EU

Wien, 2000-04-14 (fpd) - Als das "Ende des bilateralen Märchens" bezeichnete der freiheitliche Europaparlamentarier Prof. Dr. Gerhard Hager die jüngste Aussage des finnischen Premierministers Paavo Lipponen, eine Entscheidung über die Aufhebung des Sanktionen gegen Österreich könne nur von den 14 gemeinsam getroffen werden. "Damit wird die Theorie der lediglich bilateralen Sanktionen endgültig und offensichtlich ad absurdum geführt," meint Hager. ****

Auch das Verhalten der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Nicole Fontaine, habe gezeigt, wie sehr sich diese "sogenannten bilateralen Sanktionen" zu einem Problem der gesamten EU entwickelt haben. "Wenn die Präsidentin einer EU-Institution von der ‚Rückkehr‘ Österreichs in die europäische Familie spricht, so spricht sie im Namen der Europäischen Union. Von ‚bilateral‘ kann keine Rede mehr sein," so Hager.

Auch wenn der Kommissionspräsident noch so oft betont, die Sanktionen änderten nichts an der Normalität der Beziehungen der EU zu Österreich, so führten die Aussagen von Paavo Lipponen und Nicole Fontaine doch deutlich vor Augen, daß die Union durch die rechtswidrigen Sanktionen der 14 in ihre bislang schwerste Krise geführt worden sei. "Die Theorie der bilateralen Sanktionen ist tot, es lebe die Theorie eines gemeinsamen Europa," schloß Hager. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC