ARBÖ: Was moderne Tretroller wie "Micro Scooter" oder "Kickboards" dürfen

Wien (ARBÖ) - "Micro Scooter" oder "Kickboards" sind der neue Modetrend und erobern schön langsam ihren Platz im Stadtbild. Egal ob Manager oder Student, Freizeitsportler oder Jugendlicher - für viele sind die modernen Tretroller eine Alternative zu Inline-Skates. Damit ist man, ohne Schuhwechsel, bequem unterwegs. Wie
die Rechtslage aussieht, und wo dieses neue Fortbewegungsmittel verwendet werden darf, mit diesen Fragen werden die ARBÖ-Verkehrsjuristen seit Tagen immer stärker konfrontiert. Der ARBÖ informiert darüber.

"Für dieses neue Sport- oder Fortbewegungsmittel gelten die selben Bestimmungen, die auch für Inline-Skater gelten", so die ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert. "Dies bedeutet, dass -gemäß Paragraph 88a Straßenverkehrsordnung (StVO) - das Fahren auf Gehsteigen, Gehwegen und Schutzwegen erlaubt ist, ebenso in Fußgängerzonen, Wohnstraßen und auf Radwegen, Geh- und Radwegen, Radfahrerüberfahrten und auf Spielstraßen."

Verboten ist Skaten und Fahren mit "Micro Scootern" grundsätzlich auf der Fahrbahn. "Aber auch auf Radfahrstreifen
oder Mehrzweckstreifen außerhalb des Ortsgebiets ist das dies
nicht erlaubt", präzisiert die ARBÖ-Verkehrsjuristin. Wichtig ist, dass sich "Tretroller"-Fahrer so zu verhalten haben, dass andere Verkehrsteilnehmer weder gefährdet noch behindert werden. Mag. Göppert vom ARBÖ: "Gerade die von Skater oder "Micro Scooter"-Fahrer oft erreichte hohe Geschwindigkeit kann zum Problem auf
stark frequentierten Gehsteigen, Gehwegen, Schutzwegen,
Wohnstraßen oder Fußgängerzonen werden." In diesem Fall haben die Fahrer ihre Geschwindigkeit den Verhältnissen entsprechend unbedingt anzupassen und die für Fußgänger geltenden Vorschriften zu beachten.

Bei der Benützung von Radfahranlagen sind die für Radfahrer geltenden Verhaltensvorschriften zu beachten. "So besteht die Erlaubnis zum Nebeneinanderfahren nur auf Radwegen und in Wohnstraßen", erläutert die ARBÖ-Verkehrsjuristin.

Auch für Tretroller-Benützer gilt, dass ungeregelte Radfahrerüberfahrten mit höchstens 10 km/h und nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug befahren werden dürfen. Ebenfalls darf grundsätzlich auch nicht überraschend die Fahrbahn überquert werden. Sie haben jedoch auf Schutzwegen und auf einer Radfahrerüberfahrt den gleichen Vorrang wie Fußgänger beziehungsweise Radfahrer.

Ebenso wie für Radfahrer, gilt als Mindestalter für "Micro Scooter"-Fahrer das 12. Lebensjahr.

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