ÖJRK-40. Schulsprechertagung in Bad Ischl und Litzlberg (14. bis 20. April 2000) - Wir wollen unsere Zukunft mitgestalten !

Wien (OTS) - Die im Jänner dieses Jahres von market veröffentlichte Jugendstudie fordert anhand ihrer Ergebnisse folgende Konsequenz: die Bestrebungen zu intensivieren, jungen Menschen bestmögliche Rahmenbedingungen für eine eigenverantwortliche und auch der Gesellschaft gegenüber verantwortliche Lebensgestaltung zu bieten. Humanitäre Gesinnung wird damit zu einem der Eckpfeiler für die Zukunft. Das Österreichische Jugendrotkreuz bietet mit seinem Arbeitsprogramm 365 Tage im Jahr die Möglichkeit, Werte in Praxis und Theorie zu "erleben".

Zu einer der traditionellsten und wichtigsten Veranstaltungen zählt die jährliche gesamtösterreichische Schulsprechertagung, die heuer an zwei Tagungsorten (Bad Ischl und Litzlberg, vom14. bis 20. April 2000) zum 40. Mal stattfindet.
Die knapp 80 Jugendlichen erhalten Informationen über die Aufgaben, Aktivitäten und Grundlagen der Organisation des ÖJRK. Ebenso werden Probleme, die Jugendliche betreffen bzw. die in deren Umfeld entstehen könnten - Themen wie Drogen, Sucht oder Gewalt -, von und mit Experten diskutiert. Schließlich sollen den Schulsprechern aber nicht nur Informationen mitgegeben werden - sie benötigen "Handwerkszeug", um an Schulen Ideen realisieren zu können. Wichtig sind hier vor allem rhetorische Fähigkeiten, Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit, konkrete Projektplanung bzw. auch Tipps von erfahrenen Mitarbeitern des ÖJRK, welche Projekte sich für Einsteiger als realisierbar erweisen.
Wie Theorie & Praxis, also auch der Alltag einer humanitären Kinder-und Jugendorganisation nun an den "Mann" gebracht werden, hat sich innerhalb der letzten 40 Jahre stark verändert. Um langfristig erfolgreich zu sein, ist das ÖJRK den Weg der Professionalisierung gegangen und hat sich den gegebenen Forderungen gestellt und angepasst. Abseits konkreter Projekte und Aktionen ist es im Bereich humanitärer Bildung heute ungleich schwieriger, Werte zu vermitteln, als noch vor Jahrzehnten. Marketing mag für profitorientierte Unternehmen die rechte Strategie sein, ein Produkt in Szene zu setzen - Nonprofit-Organisationen dagegen müssen ihr Anliegen meist über die emotionale Schiene vermitteln, um Akzeptanz und Motivation zu erzielen. Damit genügt es also nicht, Information altersgerecht zu verpacken oder vorzutragen, solange nicht die Sprache der Zielgruppe gesprochen wird. Die heutige Jugendgeneration ist eine Optionengeneration, merkt Bernhard Heinzlmaier in der Ueberreuter-Publikation "Jugendmarketing" an. Sie will Alternativen -was nicht heißt, dass sie sie auch immer nutzt. Sie lässt sich nicht zwingen und braucht das Gefühl, selbstbestimmt entscheiden zu können. Sie will verschiedene Möglichkeiten durchspielen und Neuem gegenüber offen bleiben. Die Jugend testet an und testet aus und greift dann doch meistens ganz einfach zu dem, was Szeneprestige bringt oder gerade Spaß macht. Die jährliche Schulsprechertagung ist sicherlich nicht mit Snowboardparties oder Ähnlichem vergleichbar, sondern ordnet sich in die Kategorie Special-Interest-Event ein. Der Vorteil dieser verhältnismäßig "kleinen" und dafür exklusiven Veranstaltung -neben dem Informationsangebot erhalten Jugendliche das Gefühl, in der sozialen Gemeinschaft, der Clique, der Szene aufgehoben zu sein. Das Ergebnis ist eine Schar von Gleichgesinnten, die die Mission des ÖJRK - "Helfen macht Schule" - mit Begeisterung vertreten und verbreiten.

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