Arbeitnehmervertreter der E-Wirtschaft gegen Unternehmensegoismus und Verdrängungswettbewerb

Appell an die Eigentümer, österreichische Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu sichern

Wien (ÖGB). Die Elektrizitätswirtschaftsunternehmen Österreichs betreiben als Folge der Liberalisierung nach Ansicht der Arbeitnehmervertretungen der BEWAG, der Energie-AG Oberösterreich, der Steweag, der Wienstrom, der TIWAG, der KELAG, der ESG Linz, des E-Werkes Wels und des Verbundes in Übereinstimmung mit der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, der GMBE und der GPA derzeit einen Verdrängungswettbewerb, der sich negativ bis ruinös auf die Beschäftigung Österreichs auswirkt.++++

Die Strategie der Unternehmungsführungen, sich gegenseitig aufzukaufen, um so Einfluss auf die Konkurrenz zu nehmen, erfordert gigantische Finanzmittel, die fast ausschließlich zu Lasten der Arbeitnehmer dieser Unternehmungen gehen. Weiters werden dadurch auch Investitionen in Milliardenhöhe zurückgenommen, die bis dato der Wirtschaft Österreichs zugute kamen.

Die Eigentümer, vorwiegend Bund, Länder und Gemeinden, schauen diesem Treiben tatenlos zu, ja forcieren und unterstützen diese Unternehmenspolitik sogar noch.

Verpflichtung der Eigentümer ist es, dahingehend aktiv zu werden, dass die Unternehmungen der E-Wirtschaft Österreichs nach wie vor einen gesunden Wirtschaftszweig bilden, der nachhaltig in seinem Wert und in seiner Eigenständigkeit gesichert bleibt.

Die Arbeitnehmervertreter fordern deshalb raschest die Realisierung einer für Österreich optimalen Energielösung, durch die einerseits die Beschäftigung und arbeits- und sozialrechtliche Standards nachhaltig gesichert sind und anderseits österreichisches Volksvermögen nicht leichtfertig durch Unternehmensegoismus vergeudet wird.

Die Beschäftigten bekommen die negativen Auswirkungen der derzeitigen Energiepolitik schon jetzt zu spüren und sind nicht auf Dauer gewillt, die einseitigen Belastungen in Kauf zu nehmen. Sie werden sich zu gegebener Zeit gemeinsam mit ihren Interessenvertretungen dagegen zur Wehr setzen.

ÖGB, 14. April 2000 Nr. 272

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Mag. Martin Panholzer

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