Petrovic zu Aus für Lassing-Bergung: Unrühmliches und trauriges Ende

Internationale Konzernhaftung muß Lehre aus Lassing sein

Wien (OTS) "Nach den anfänglichen Fehlleistungen ist das jetzige Aus für die Bergung der toten Bergleute von Lassing zwar keine Überraschung mehr, dennoch aber ein unrühmliches und trauriges Ende", kommentiert die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic. Zu hoffen ist, daß die Angehörigen und die Gemeinde Lassing damit endlich zur Ruhe kommen und die Wunden heilen können.

Auf politischer Ebene bleibt der bittere Nachgeschmack, daß die Regierung vor einem mächtigen, hochprofitablen und verantwortungslosen Konzern völlig kapituliert hat. "Eine sichere Bergung wäre wohl möglich, wenn man bereit ist, dafür entsprechend Geld auszugeben. Es geht also letztlich auch um die Frage, wieviel einem Weltkonzern wie Rio Tinto Pietät wert ist", so Petrovic.

Die Abgeordnete erinnert daran, daß der Konzern noch nach der Katastrophe zig-Millionen an staatlichen Förderungen auch im Hinblick auf die Bergung der Toten bekommen habe. Der Konzern habe dieses Geld dankend angenommen, aber anschließend nichts mehr getan. "Daraus müssen staatlicherseits für die Zukunft Konsequenzen gezogen werden", so Petrovic.

Die Schluß aus Lassing muß aber auch sein, daß Österreich sich weltweit für eine internationale Konzernhaftung stark macht und für deren Umsetzung die Initiative ergreift. "Es muß in der Zukunft eine gesetzliche Regelung geben, damit die Nutznießer der Gewinne sich nicht von den sozialen und ökologischen Folgekosten ihres Handelns davonstehlen können", so Petrovic abschließend.

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