WWF gegen Zulassung des Handels mit Walfleisch Entscheidende Verhandlungen bei der 11. CITES Konferenz in Nairobi

Nairobi, Kenya (OTS) - Die Naturschutzorganisation World Wide
Fund For Nature (WWF) warnt davor, dass der Walfang neuerlich außer Kontrolle geraten könnte, falls die Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten den Handel mit Walfleisch wieder zuläßt. Anträge dazu liegen von Japan und Norwegen vor, denjenigen Ländern die schon bisher das internationale Walfangmoratorium umgehen. Die vorgeschlagene Ablistung einiger Populationen von Zwerg- und Grauwalen würde jenen Ländern in die Hände spielen, die den Walfang ausweiten wollen ohne die Konsequenzen zu beachten. Außerdem würde die Ablistung den illegalen Fang von Walen begünstigen. Ohne ein funktionierendes Monitoring System, das zwischen legal und illegal gefangenen Walen unterscheidet, gäbe es kaum eine Möglichkeit illegal erlegte Wale vom Handel auszuschließen.

"Die Diskussion über den kontrollierten Walfang muß in der International Whaling Comission (IWC) geführt werden. Nur so kann sicher gestellt werden, dass die katastrophale Überjagung der Walbestände, wie sie im 20. Jahrhundert erfolgte, verhindert werden kann." meint Cassandra Phillips, WWF Koordinatorin für Wale und die Antarktis. "Genau diese Überbejagung droht, wenn CITES den Handel mit Walfleisch wieder erlaubt. "

Den CITES Regelungen zufolge, müssen Ausfuhrländer für Arten, die in Anhang II gelistet sind, nachweisen, dass der Export keine negativen Auswirkungen auf die Population hat. Wenn Wale aber in internationalen Gewässern gefangen werden, gibt es kein Land, dass eine Ausfuhrerlaubnis ausstellen müsste. Die importierenden Länder könnten der internationalen Überprüfung leicht entgehen. Die Ablistung könnte daher den unregulierten Walfang für all jene Länder ermöglichen, die nicht Mitglied der IWC sind.

Die Ablistung würde bisherigen CITES Regelungen zuwiderlaufen und die Arbeit der IWC unterminieren. "Es ist Aufgabe der IWC über die Regelungen des Walfangs zu entscheiden", ergänzt Cassandra Philips. "CITES ist nur für den Handel zuständig, und vor dem Handel kommt immer die Jagd."Daher ist es unzulässig für CITES Regelungen für den Handel zu treffen, bevor es einen Managmentplan der IWC gibt.

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