Görg: Rasche Inangriffnahme des Lückenschlussprogrammes notwendig

Radverkehr 2000 - Ausstellungseröffnung in der Wiener Planungswerkstatt am 11. April

Wien, (OTS) Bei der Endpräsentation einer Studie der MA 18 (Stadtentwicklung und Stadtplanung)zum Radverkehr 2000 plädierte heute Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg für einen raschen Lückenschluss des Wiener Radwegenetzes innerhalb von fünf Jahren, kündigte auch Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung gegenüber dem Wiener Radverkehr an und verwies auf eine Ankündigung von Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek, wonach rund 40 Mio. Schilling jährlich zusätzlich aus dem Zentralbudget für Wiener Radwege zur Verfügung gestellt würden.

"Wien setzt aufs Rad. Aktuelle Zählungen zeigen, dass immer mehr Wienerinnen und Wiener auf dieses Fortbewegungsmittel setzen. Jetzt geht es darum unser Radwegenetz, das teilweise rudimentär
und lückenhaft ist, zu schließen. Eine Untersuchung unserer Stadtplanung hat ergeben, dass in Wien rund 175 km an vorrangig zu schließenden Lücken bestehen," sagte Vizebürgermeister Görg.****

Schon im Spätsommer vorigen Jahres haben sich die Wiener Stadtverantwortlichen - Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg und Stadtrat Fritz Svihalek - für eine Attraktivierung des Wiener Radwegenetzes ausgesprochen. Beide haben als erste Maßnahme einen raschen Lückenschluss angekündigt. Die Magistratsabteilung 18 hat daher im Auftrag von Vizebürgermeister Görg vorhandene Konzepte zur Konkretisierung dieser ambitionierten Zielsetzung überarbeitet und ein Step-by-Step-Umsetzungsprogramm vorgelegt. Stadtrat Fritz Svihalek hat sich im Rahmen eines Radsymposiums im November des Vorjahres bereit erklärt rund 40 Mio. Schilling jährlich zusätzlich aus dem Zentralbudget für diese Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Ergänzende Maßnahmen, die in den Bezirken notwendig wären, sind weiterhin aus dem dazu bereitstehenden Bezirksbudget
zu finanzieren.

Folgende Punkte sind nun Teil des Endberichts des Untersuchungsprojektes "Radverkehr 2000", das im Detail vom 12.4
bis 24.5.2000 in der Wiener Planungswerkstatt in Form einer Ausstellung präsentiert wird:

1. Darstellung, Bestand und Analyse der Netzentwicklung und des

Radverkehrsaufkommens, Präsentation des Projektes "Radverkehr

2000" inklusive des Lückenschlussprogrammes
2. Umsetzung aller Maßnahmen innerhalb von fünf Jahren
3. Zentrale Projektmanagementstelle
4. Marketinginitiativen zur Sensibilisierung der Bevölkerung

Insbesondere die im Lückenschlussplan vorgeschlagenen Routenführungen, die die fehlenden Hauptverbindungen darstellen, wurden im Einvernehmen mit den für Radverkehrsbelange zuständigen Dienststellen und sämtlichen Wiener Bezirken erarbeitet, müssen aber noch durch weiterführende Planungen konkretisiert werden.

"Ich habe Wert darauf gelegt, dass mit allen indirekt oder direkt für den Radverkehr Zuständigen bei der Erstellung des Lückenschlussprogrammes zusammengearbeitet wird," so Vizebürgermeister Görg. "Die Detailplanungen für die wichtigsten 17 Lückenschlussprojekte liegen vor und sollen in den nächsten fünf Jahren in einem Schritt-für-Schritt-Verfahren umgesetzt werden."

Gesamter Netzlückenschluss kostet 300 Mio. Schilling

Der Netzlückenschluss beläuft sich in ganz Wien auf rund 175km, wovon 122 km im Wiener Straßennetz und 53km im Bundesstraßennetz liegen. Der gesamte Lückenschluss würde rund 300 Mio. Schilling kosten, wobei der Anteil von Wien 200 Mio.
Schilling und der Anteil des Bundes 100 Mio. entspricht.

Weiters sind noch finanzielle Mittel für Verbesserungen des bestehenden Netzes, Abstellanlagen, ein eigenes
Beschilderungssystem für Hauptrouten und verschiedene öffentlichkeitswirksame Maßnahmen in der Höhe von insgesamt 50 Mio. Schilling vorzusehen (verteilt auf fünf Jahre).

Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer

Der Wiener Gemeinderat hat im November 1999 im Rahmen des Klimaschutzprogrammes eine weitere, über die Zielsetzung des
Wiener Verkehrskonzeptes hinausgehende, Unterstützung des Radverkehrs beschlossen. Ziel ist eine Anhebung des Radverkehrsanteiles am Gesamtverkehrsaufkommen von derzeit vier
auf acht Prozent.

Abgesehen von einem generellen Trend - immer mehr Wienerinnen und Wiener setzen sich aufs Rad - müssen aber auch zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um das öffentliche Bewusstsein für das Fahrrad als umwelt- und gesundheitsförderndes sowie für kurze Strecken rasches Transportmittel zu stärken. Und nicht zuletzt
muss auch das Klima zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern
durch gezielte Sensibilisierung und Aufklärungsarbeit verbessert werden. Zur Umsetzung dieses Punktes empfehlen die Studienautoren die Einrichtung einer zentralen Projektmanagementstelle mit entsprechenden finanziellen, organisatorischen und rechtlichen Möglichkeiten sowie projektbezogene Marketinginitiativen als flankierende Maßnahmen.

Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt

Die Ausstellung "Radverkehr 2000" soll die Ergebnisse dieses generellen Planungsprozesses näher bringen. Sie will aber auch 17 konkrete Projekte vorstellen, die in nächster Zeit zur Schließung von Lücken im Hauptradverkehrsnetz realisiert werden,
Informationen zu den Themenstellungen KLIP (MA 22), Mountainbike
(MA 49). Und sie blickt über die Grenzen Wiens - von der Ostregion Österreichs bis zur Idee eines Europäischen Radwegenetzes. Alles über das Radfahren in Wien finden Sie übrigens ab sofort auf der Internet-Seite ‘Wien Online’: www.wien.at/radfahren/

Besonders hervorgehoben sollte noch die neue Planungsphilosophie werden. Denn die Wiener Stadtplanung hat sich um eine möglichst intensive Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten des Magistrats und den politischen Vertretern aller Wiener Bezirke bemüht. Eine Befragung der Wiener Bezirksvorsteher und Bezirksvorsteherinnen hat wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorgangsweise gebracht. Im Rahmen dieser Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt soll nunmehr auch den BürgerInnen Gelegenheit
zur Meinungsäußerung per Fragebogen gegeben werden.

Die Ausstellungseröffnung findet am 11. April um 17 Uhr in der Wiener Planungswerkstatt 1., Friedrich-Schmidt-Platz 9 statt. Die Ausstellung wird bis zum 24. Mai von Montag bis Freitag von 9 bis
16 und Donnerstag von 9 bis 19 Uhr zu sehen sein.

"Ich hoffe, die Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt erhält den Zulauf, den sie verdient," sagte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg abschließend. "Und je mehr Bürgerinnen und Bürger sich an unserer Fragebogen-Aktion beteiligen, desto
repräsentativer wird das Ergebnis der Auswertung für uns sein." (Schluss) lei

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