Die "Bunten" präsentieren Strassenzeitung für MigrantInnen

Wien (OTS) - Am Dienstag den 11. April um 10.30 Uhr findet im orientalischen Cafe NIL ,7., Siebensterngasse 39 die Präsentation der ersten Strassenzeitung für MigrantInnen und für alle interessierten alteingesessenen WienerInnen statt. Die VertreterInnen der Medien sind dazu herzlich eingeladen. Die Bunte Zeitung stellt ein innovatives Medienangebot dar und füllt damit eine Marktlücke. Die Bunte (Zeitung) wird von verschiedenen MigrantInnengruppen und einzelnen MigrantInnen aus allen Kontinenten getragen -JournalistInnen aus Afrika, Lateinamerika, Osteuropa und speziell Ex-Jugoslawien schreiben für die Bunte Zeitung. Sie ist die erste österreichische Zeitung für erwachsene MigrantInnen (im Gegensatz zu "echo" oder "Top I"), in der eben MigrantInnen verschiedenster Herkunft die Grenzen der communities überschreiten und auf deutsch zu migrationspolitischen Themen publizieren. Die Bunte Zeitung erscheint mit 48 Seiten, dreimonatlich, in einer Auflage von 15.000 Stück.

Das Vertriebssystem wird das einer Straßenzeitung sein. Ähnlich "Megaphon" (monatlich 10.000 verkaufte Exemplare), das in Graz hauptsächlich von AfrikanerInnen verkauft wird, oder der Obdachlosenzeitung "Augustin" (60.000 Exemplare monatlich).

Die Bunte Zeitung hat ihre eigenen KollporteurInnen: MigrantInnen, AsylantInnen oder Flüchtlinge, die fünfzehn Schilling (halber Verkaufspreis) pro verkaufter Nummer erhalten. Damit soll Menschen, die keine Verdienstmöglichkeit haben, eine sinnvolle Jobmöglichkeit angeboten werden. Das Kollporteurssytem von "ein/e MigrantIn an jeder Ecke" ist als "politisches" Symbol zu sehen und baut nicht so sehr auf "Mitleidseffekte". Die Qualität der Zeitung spricht für sich.

"Politische Partizipation von MigrantInnen" ist das Schwerpunktthema der ersten Nummer. 24 AutorInnen schrieben u.a. zu den Arbeiterkammerwahlen, den Wirtschaftskammerwahlen, dem Integrationsfond, den Organisationsformen und deren Geschichte. Die Quote für schreibende ÖsterreicherInnen liegt bei höchstens 25 Prozent. Die erste Nummer ist am siebten April erschienen und wird ab zehnten April verkauft.

Gerade in der jetztigen Umbruchszeit ist es besonders wichtig, daß MigrantInnen für ihre eigenen Interessen Öffentlichkeit erzeugen, ihre Stimme erheben. Zielsetzung ist es schließlich, alle Schichten der Bevölkerung auf die österreichische Integrationsbestrebungen anzusprechen.

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