Gefährliche Komplikationen bei Masern

Wien (OTS) - Es beginnt mit Schnupfen, Husten und hohem Fieber. Rote Flecken hinter den Ohren lassen dann keinen Zweifel mehr: Masern. Diese hochansteckende Virusinfektion gehört immer noch zu den zehn gefährlichsten Krankheiten. ”Gefährlich sind die zahlreichen Komplikationen, die während der Infektion auftreten können. Den einzigen Schutz bietet nur eine Impfung”, sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Masern werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Betroffen sind meistens Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren. Die Krankheit bricht innerhalb von einer bis zwei Wochen aus. Lichtscheu, ein bellender Husten, Appetitlosigkeit, Kopf- und Bauchschmerzen oder eine Bindehautentzündung sind weitere Symptome der ersten Phase. In der zweiten Phase tritt der bräunlich-rosafarbene Hautausschlag auf. Ab dem dritten Tag des Ausschlags nimmt die Ansteckungsgefahr ab, auch das Fieber geht wieder zurück.

”Während der Erkrankung kommt es häufig zu Komplikationen. Diese reichen von Mittelohrentzündung und Bronchitis bis zu akuten Blinddarmentzündungen oder Gehirnsubstanzentzündungen. Letztere können zu bleibenden geistigen Schäden führen”, sagt Feinböck. Bei Verdacht auf Masern sollte daher ein Arzt aufgesucht werden. Dieser stellt fest, ob zusätzlich zu der Maserninfektion noch eine andere Infektion besteht. Wird diese behandelt, können die Komplikationen verhindert werden.

”Masern können selbst nicht behandelt werden, wohl aber die Symptome. Der Patient sollte sich nicht anstrengen und viel trinken. Gegen das Fieber helfen Wadenwickel oder fiebersenkende Medikamente. Der Husten kann mit einem Hustenmittel bekämpft werden”, so Feinböck. Die Erkrankung an Masern führt zu lebenslanger Immunität. Feinböck rät dabei von einem Trend ab, der in jüngster Zeit in Mode gekommen ist. Eltern schicken ihre Kinder zu sogenannten "Masernpartys”. Dort sollen sich die Kinder infizieren und so auf natürlichem Weg Abwehrstoffe bilden. Feinböck: ”Den einzigen wirklichen Schutz bietet nur die Impfung. Diese wird oft auch als Kombination gegen Mumps und Röteln verabreicht.”

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