Weihbischof Laun kritisiert Jesus-Ausstellung im Essl-Museum: "Laßt die Finger davon!"

Wien (OTS) - Bereits im Vorfeld der Ausstellung kühner Jesus-Porträts der Strarfotografin Bettina Rheims ("I.N.R.I.", ab 20. 4. im Museum von Karlheinz und Agnes Essl /Klosterneuburg) regt sich Kritik von katholischer Seite. Bezugnehmend auf ein Bild, das Jesus als nacktes Mädchen am Kreuz darstellt, kritisiert Weihbischof Andreas Laun im neuen FORMAT: "Wo soll da die Pointe sein, ein erotisches Objekt an die Stelle Jesu zu setzen? Ich finde, daß Leute anderer Religionen die Finger von solchen Experimenten lassen sollten. Außerdem hat auch die Kunst ihre Grenzen. Ich will weder Hitlerporträts noch Bilder über Kindesmißbrauch - da wird sich der Herr Mühl angesprochen fühlen - noch Beleidigungen religiöser Gruppierungen sehen." Und Laun unverblümt: "Das Traurige ist ja vor allem, daß man sich im katholischen Bereich alles traut, weil man vor den Katholiken keine Angst mehr hat. Blasphemische Fotos über Mohammed würde sich die Frau Essl nicht in ihr Museum hängen, weil da würde sie um ihr Leben zittern." Museumsherr Karlheinz Essl, der bereits "böse Anrufe" bekommt, versteht die Überempfindlichkeiten nicht: "Frau Rheims will nichts Anderes als verkrustete Strukturen aufbrechen. Sie wissen ja, ich nehme den Glauben sehr ernst. Deshalb erkenne ich auch, daß es Frau Rheims darum geht, von Kindesbeinen an verinnerlichte religiöse Vorstellungen neu zu interpretieren, so daß sie uns wieder unter die Haut gehen. Jedenfalls bin ich sehr froh, daß wir diese Ausstellung gerade zu Ostern zeigen können."

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