- 07.04.2000, 12:07:58
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Plasma spenden - Leben retten=
(Wien, ikp, OTS) Im Blutplasma enthaltene Proteine sind Rohstoffe
für lebenswichtige Medikamente. Auch in der Notfallmedizin werden
Plasmakonserven dringend benötigt. Anlässlich des
Weltgesundheits-tages zum Thema "Blutsicherheit" bringt es Prof.
Bergmann, der Doyen der österreichischen Transfusionsmedizin und
ärztlicher Leiter des Plasmazentrums Salzburg, auf den Punkt:
"Plasmaspender sind Lebensretter und die österreichischen
Plasmazentren leisten einen wichtigen Beitrag zum
Gesundheitssystem."
Steigender Plasmabedarf
Pro Jahr spenden etwa 12.000 Österreicher Plasma und bringen damit
insgesamt rund 200.000 Liter Blutplasma auf. Viele von ihnen sind
mit durchschnittlich 20 Spenden pro Jahr Stammspender. Zum EU-Ziel,
den Plasmabedarf innerhalb der Staatengemeinschaft abzudecken,
leistet Österreich so einen wesentlichen Beitrag. Die Fortschritte
im medizinischen Bereich, insbesondere in der Transplantations- und
Alterschirurgie, lassen den Plasmabedarf jedoch weiterhin steigen.
Die elf österreichischen Plasmazentren benötigen daher zusätzlich
mehrere tausend freiwillige Spender pro Jahr.
Plasma: Rohstoff und Transfusion
Anwendungsbereiche für Plasma sind die Herstellung von biologischen
Medikamenten sowie Plasmatransfusionen in der Notfallmedizin und bei
großen Operationen. Im wesentlichen werden folgende vier große
Medikamentengruppen aus Plasma produziert, wobei Blutplasma nach wie
vor der Hauptwirkstoff dieser Präparate ist: Albumin (ein Medikament
zum Ausgleich von starkem Eiweißverlust), Immunstoffe,
Blutgerinnungspräparate und Fibrinkleber zur Wundversorgung. Diese
Medikamente sind häufig einzige Therapie und Hoffnung für die
betroffenen Patienten.
Sicherheit für Spender und Empfänger
Plasmaspenden ist sicher: Durch die Verwendung von Einwegmaterialien
ist der Kontakt mit dem Blut anderer Spender ausgeschlossen.
Ausserdem durchlaufen Plasmaspender eine detaillierte klinische
Untersuchung mit eingehender Befragung und Labortests. Für die
Sicherheit der Empfänger von Plasmaprodukten sorgen aufwändige
Laboruntersuchungen der Spenden.
In einer Stunde Leben retten
Eine Plasmaspende dauert etwa eine Stunde und kann Leben retten.
Nach einer Venenpunktion wird der Entnahmeschlauch mit dem
Spende-Set verbunden. In einem völlig geschlossenen und sterilen
Einwegschlauchsystem wird die Blutflüssigkeit zentrifugiert und
gefiltert, wobei Blutzellen vom Plasma getrennt werden und wieder
in den Blutkreislauf des Spenders gelangen. Das in österreichischen
Plasmazentren angewandte Verfahren ist sehr kreislaufschonend und
stellt für einen gesunden Menschen keinerlei Belastung dar.
Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte:
Mag. Rudolf Meixner / Humanplasma GmbH
Tel. 01 / 319 53 63-15
Mag. Frank Butschbacher / Baxter AG
Tel. 01 / 20 100-2288
Rückfragehinweis: ikp - Institut für Kommunikations-Planung GmbH
Tel.: (01) 524 77 90
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