ÖGB-Drochter: Potenziale für Gewerkschaftsbewegung noch nicht ausgeschöpft

Durban/Wien (ÖGB). Der Globalisierung der Wirtschaft, die von Multinationalen Konzernen, neoliberaler Sparpolitik und sozialem Dumping beherrscht wird, müsse die Globalisierung der internationalen Solidarität gegenübergestellt werden, hielt der Leitender ÖGB-Sekretär Karl Drochter auf dem Kongress des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG) in Durban, Südafrika, fest.++++

Vom ÖGB begrüßt wird die von IBFG-Generalsekretär Bill Jordan vorgeschlagene Milleniums Review: Demnach sollen alle Strukturen der weltweiten Gewerkschaftsbewegung einer genauen Überprüfung unterzogen und Möglichkeiten stärkerer Vernetzung ausgelotet werden.

Um dies umzusetzen, ist, so Drochter, Folgendes erforderlich:

Der Organisationsgrad der Verbände muss verstärkt werden. Jugendliche und Frauen, Arbeitslose und in informellen Wirtschaftssektoren Beschäftigte, sind Potenziale für die Gewerkschaftsbewegung, die noch nicht ausgeschöpft sind.
Die organisatorische Zersplitterung in vielen Ländern ist zu überwinden.
Um die Schlagkraft zu erhöhen, müssen neue Methoden der Mobilisierung entwickelt und effizientere Aktionsformen auf betrieblicher, nationaler und überregionaler Ebene erarbeitet werden.
Es sind vermehrt strategische Bündnisse mit Organisationen bzw. Schichten zu schließen, die soziale Anliegen haben - beispielsweise im Kampf gegen Kinderarbeit.

"In einer Welt, die von Finanzinstitutionen und Konzernen beherrscht wird, ist der Einsatz der Gewerkschaften zur Sicherung der sozialen Rechte der Bevölkerung und vor allem der ArbeitnehmerInnen unverzichtbar", unterstrich Drochter.

Durch Reduzierung von Rüstungsausgaben Sozialprogramme finanzieren

Eine der Prioritäten der internationalen Gewerkschaftsbewegung sei die Sicherung und Herstellung des Friedens. Vorrangig müsse eine Strategie entwickelt werden, die Sozialprogramme durch eine Reduzierung von Rüstungsausgaben finanzierbar macht. (mc/ew)

ÖGB, 5. April 2000 Nr. 230

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