Tourismus braucht weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen

Kröll: Branche kann zusätzliche Belastungen nicht verkraften -Tourismus Forum in St. Johann/Pongau offiziell eröffnet

Wien (PWK) - Trotz der von der Interessensvertretung erzielten Erfolge bedarf es weiterer Verbesserungen der touristischen Rahmenbedingungen, erklärte Bundessektionsobmann Komm.Rat Hansjörg Kröll am Dienstag anlässlich der offiziellen Eröffnung des 38. Tourismus Forums in St. Johann im Pongau.

Die Arbeitskosten seien im internationalen Vergleich zu hoch, weshalb die Lohnnebenkosten deutlich gesenkt werden müssen. Im Arbeits- und Sozialrecht seien flexiblere Arbeitszeiten, Jahresdurchrechnungs-Modelle, Urlaubsaliquotierung und Selbstbehalte bei Krankenstand gefragt. Der touristische Arbeitsmarkt müsse durch überregionale Vermittlung, Änderung der Zumutbarkeitsbestimmungen und eine liberalere Handhabung bei den Saisonarbeitskräften aus den Nicht-EWR-Ländern funktionsfähiger gemacht werden. Notwendig, so Kröll weiter, sei auch eine stärkere Entlastung der Abgabenquote vor allem für Klein- und Mittelbetriebe, z.B. durch steuerliche Erleichterungen bei der Betriebsauf- und -übergabe sowie auch bei Neugründungen.

Erleichtert werden müsse die Eigenkapitalbildung, z.B. durch Anhebung des pauschalierten Abschreibungssatzes von 4 auf 6 Prozent und durch kürzere Abschreibungsdauer. Die Förderungen müssten sichergestellt bleiben und neue Akzente in der Technologieförderung gesetzt werden. Deutlich verbessert werden müsse die touristische Infrastruktur. Die Strom- und Gasliberalisierung müsse auch den touristischen Klein- und Mittelbetrieben Begünstigungen bringen. Ein wichtiges Anliegen bleibe die Entbürokratisierung: "Die Überreglementierung muss endlich ein Ende haben", betonte Kröll in seinem Eröffnungsstatement.

Die Gemeindefinanzierung sei auch im Interesse des Tourismus auf eine sichere Basis zu stellen, ohne neue und einseitige Belastungen. Ein wichtiges Anliegen sei schliesslich die Schaffung eines Tourismus-Ausschusses im Parlament. Damit könnte der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges noch besser Rechnung getragen werden. Als positives Signal ist nach den Worten Krölls sicherlich die kürzlich erfolgte Einrichtung eines Staatssekretariats für Tourismus zu werten.

Insgesamt befinde sich die Tourismuswirtschaft in einer Situation, in der neue Belastungen nicht verkraftet werden können, unterstrich der Bundessektionsobmann, der bis 1999, durch fast 20 Jahre hindurch, für die Leitung des traditionsreichen Tourismus Forums der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft verantwortlich zeichnete. Die diesjährige Veranstaltung unter dem Motto "Ticket in die Zukunft -Strategien und Technologien für das neue Jahrtausend" (3. bis 6.4.2000) steht erstmals unter der Leitung des Salzburger Tourismus-Sektionsobmannes Komm.Rat Rainhardt Buemberger.
(Siehe Sie auch unsere heutige PWK-Aussendung "Vorsichtig optimistische Prognose für die kommende Sommersaison"). (hp)

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