Kündigungsschutz für Ältere: Keine Ausdehnung auf Kleinstbetriebe

Wirtschaftskammer warnt vor neuen Belastungen für Firmen bei Beschäftigung älterer Mitarbeiter: Besser Anreize ausbauen

Wien(PWK) "Die Wirtschaft begrüßt die Anstrengungen der Regierung, eine fundierte Pensionsreform umzusetzen. Die Wirtschaft wendet sich aber gegen Bestrebungen, notwendige Reformmaßnahmen aufzuweichen. Abgelehnt wird auch, dass bei den vorgesehenen Begleitmaßnahmen bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer weit übers Ziel hinausgeschossen wird."

Martin Gleitsmann, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich, warnt davor, bei der Beschäftigung von über 50-Jährigen die heimischen Betriebe finanziell und bürokratisch zu belasten. Insbesondere abgelehnt wird von der Wirtschaft: Die Ausdehnung des Kündigungsschutzes für Ältere auch auf Kleinstbetriebe bis zu fünf Mitarbeitern; geplante Husch-Pfusch-Verfahren vor dem Arbeitsgericht, wo Verfahrensgrundsätze oder Interessensabwägung rasch unter die Räder kommen können; die Ausdehnung des überbürokratischen Frühwarn-Verfahrens auf jeden einzelnen Freisetzungsfall eines über 50-Jährigen.

Gleitsmann: "Gerade die Kleinstbetriebe sind es, die die Beschäftigung in Österreich tragen und gerade auch Ältere beschäftigen. Gerade sie darf man jetzt nicht zusätzlich belasten. Das wäre kontraproduktiv. Statt einer Ausweitung des Kündigungsschutzes von über 50-Jährigen auch auf Kleinbetriebe sollte es vielmehr positive Anreize - etwa höhere Bonuszahlungen - zur Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern geben."

Im Übrigen zeigen bereits die vielfachen Initiativen zur Beschäftigung von Älteren positive Auswirkungen; am 1. Jänner 2000 trat zuletzt ein Maßnahmenpaket für "Ältere ArbeitnehmerInnen" in Kraft. Nach offiziellen Zahlen des AMS ging im Februar 2000 die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen zwischen 50 und 55 insgesamt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent zurück. (RH)

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