GPA-Trausznitz: Faire Bedingungen als Voraussetzung für Pensionsverhandlungen

Gewerkschaft trägt vorgegebene Ergebnisse der Pensionsreform nicht mit

Wien (GPA/ÖGB). ”Für ernsthafte Verhandlungen braucht es gleichberechtigte Partner und eine faire Ausgangslage. Da kann nicht bereits einer im Voraus seine Vorstellungen als Ziel diktieren”, kritisiert GPA-Zentralsekretär Günther Trausznitz (FCG) die Vorgehensweise der Bundesregierung bei der geplanten Pensionsreform. ”Ich möchte unterstreichen, dass sich die Gewerkschaft nicht gegen Reformen wehrt. Wofür wir aber eintreten, sind sozial gerechte und an den tatsächlich bestehenden Anforderungen orientierte Lösungen. Die von der Bundesregierung geplanten überfallsartigen Anpassungen des Pensionssystems sind dafür sicher keine Basis.”***

Trausznitz betont die Notwendigkeit, vielmehr bei den bestehenden Problemen älterer ArbeitnehmerInnen am Arbeitsmarkt anzusetzen und unterstreicht etwa die Notwendigkeit von zielführenden Maßnahmen im Gesundheitsschutz um das faktische Pensionsalter anzuheben. ”Auch wenn einzelne PolitikerInnen immer wieder das eine schwarze Schaf finden werden, das quasi aus Jux und Tollerei in die Frühpension geht, ist es in Wirklichkeit so, dass psychischer wie physischer Druck ein längeres Berufsleben für viele unmöglich macht. Bevor die Regierung Reformen durchdrücken will, deren Kosten ausschließlich die ArbeitnehmerInnen zu zahlen haben, erwarte ich mir konkrete Vorschläge, wie Unternehmer dazu zu bewegen sind, ältere ArbeitnehmerInnen länger zu beschäftigen.”
Auf völliges Unverständnis stößt bei Trausznitz überdies, dass die geplanten Reformen überfallsartig bereits ab Oktober dieses Jahres zu greifen beginnen sollen. Damit wird nicht nur in konkrete Lebensplanungen eingegriffen, sondern auch älteren Arbeitslosen länger die ihnen zustehende Pension vorenthalten.(ff)

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