Wirtschaftsförderung/Sausgruber/Rein

Wirtschaftsförderung wird einfacher und überschaubarer Vorarlberger Landesregierung beschloss das neue Wirtschaftsförderungsprogramm 2000 - 2006

Bregenz (VLK) - Den Start einer neuen Förderungsperiode
der EU-Regionalförderung nahm die Vorarlberger
Landesregierung zum Anlass für eine Neufassung ihres Wirtschaftsförderungsprogrammes mit dem Ziel einer weit
gehenden Vereinfachung. Landeshauptmann Herbert Sausgruber
sagte heute, Dienstag, im Pressefoyer, er verspreche sich
davon "zum einen, dass unsere Förderungen für die Unternehmen leichter überschaubar werden, und zum anderen auch
administrative Erleichterungen und Verbesserungen". ****

Das neue Wirtschaftsförderungsprogramm ist für die Strukturfondsperiode 2000 bis 2006 konzipiert. Landesrat
Manfred Rein erläuterte die wesentlichen Änderungen: "Es gibt
eine Rahmenrichtlinie an Stelle der bisherigen
Einzelrichtlinien. Statt Zinszuschüssen werden in den
Zielgebieten künftig Einmalzuschüsse ausbezahlt und die Förderungen werden konsequent von Schilling auf Euro
umgestellt, wobei durch die Aufrundung der Euro-Beträge in einzelnen Förderungsmaßnahmen auch eine Erhöhung der Förderungsbeiträge vorgenommen wird." Auch wurde eine
einheitliche Definition für Klein- und Mittelunternehmen nach EU-Bestimmungen aufgenommen. Als solche gelten Betriebe mit
maximal 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von bis zu 40 Millionen Euro (rund 550 Millionen Schilling).

Die Richtlinienänderung erstreckt sich auf die bewährten Schwerpunkte der Vorarlberger Wirtschaftsförderung: die
Aktion zur Stärkung der Wirtschaftsstruktur Vorarlbergs, für
die das Land Vorarlberg seit 1990 rund 116 Millionen
Schilling (8,43 Millionen Euro) an Investitionsförderungen aufgewendet hat, weiters die Förderung von Internationalisierungsaktivitäten mit dem Ziel, kleine und
mittlere Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen (14,9 Millionen Schilling/1,08 Millionen Euro
seit 1993), die Jungunternehmerförderung (32 Millionen Schilling/2,33 Millionen Euro seit 1990) sowie die Bergregionenförderung (20 Millionen Schilling/1,45 Millionen
Euro seit 1990).

Ein neuer Förderungsschwerpunkt umfasst Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Landesrat Rein: "Gefördert werden Unternehmen, die externe Beratungsleistungen zur Verbesserung
des innerbetrieblichen Know-hows im Zusammenhang mit der
Anwendung neuer Technologien, der Umsetzung von
Marketingstrategien oder der strategischen
Unternehmensplanung in Anspruch nehmen." Beträchtliche Förderungsmittel investiert das Land auch in die Lebensmittel-Nahversorgung.

Die Verbesserung der Förderungsmöglichkeiten wird
jährliche Mehrkosten von rund vier Millionen Schilling
(291.000 Euro) verursachen, die laut Rein, "weitgehend durch
die Inanspruchnahme von EU-Mitteln abgedeckt werden können". (gw,nvl)

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