AKNÖ-Staudinger: FPÖ sollte wenigstens Bilanzen lesen können

80 % der AK Umlage fließen unmittelbar in direkte Leistungen für die Beschäftigten

Wien (AKNÖ) - "Die Senkung der AK-Umlage soll nun als Entlastung der Arbeitnehmer-Einkommen dargestellt werden, doch bleibt es in Wahrheit eine Leistungskürzung für die unselbständig Beschäftigten in diesem Land"" stellt AKNÖ - Präsident Staudinger zu den jüngsten Vorstössen der Regierung fest, "Kurz gesagt, rund 80% der AK-Umlage werden in direkte Leistungen für die Arbeitnehmer umgesetzt."

Die Leistungsbilanz der AK Niederösterreich zeigt folgende Zahlen:
Mehr als 660 Millionen Schilling sind im vergangenen Jahr für die NÖ Beschäftigten erstritten und durchgesetzt worden. Das sind vor allem Gelder, die den Arbeitnehmern sonst vorenthalten worden wären. Also zum Beispiel nicht ausbezahlte Überstunden oder Abfertigungen, nicht korrekt abgerechnete Bezüge und vieles mehr. Vor allem wenn Arbeitnehmer unverschuldet in Not geraten, also beim Konkurs oder bei Insolvenz ihrer Firma, springt die AK ein und sichert enorme Beträge. Im Schnitt geht es da für jeden Betroffenen um über 100.000 Schilling!

Bewertet man die Leistungen der AK mit den am Markt üblichen Preisen (z.B. für Rechtsberatung oder Gutachten etc), dann zeigt sich, dass die AK Niederösterreich ihren Mitgliedern ungefähr das dreifache der AK-Umlage bringt. Da die AK Niederösterreich derzeit knapp 500 Millionen Schilling an Umlage einnimmt, sind das im Jahr also 1,5 Milliarden Schilling, die die Mitglieder aus den Tätigkeiten der AK erhalten."Das alles will die Regierung nun abschaffen - weil sie unliebsame Kritiker von einseitigen Belastungen einfach abschaffen will", sind für den AKNÖ-Präsidenten die Motive der Regierung völlig klar.

AK bekommt keine Budgetmittel - im Gegensatz zur Wirtschaftskammer

AKNÖ-Präsident Staudinger stört aber vor allem die Unehrlichkeit der Debatte. Wenn es der Regierung wirklich ums Budget ginge, müsste sie ja zunächst die Bundesmittel für die Interessenvertretung in Frage stellen. Die gesetzliche Arbeitnehmervertretung bekommt im Gegensatz zur Wirtschaftskammer keine Budgetmittel. In der aktuellen Debatte werde das aber wohlweislich verschwiegen! Überhaupt nicht nachvollziehbar sind die Argumente, dass die Senkung der AK-Umlage die Arbeitnehmer entlaste. Die NÖ Beschäftigten zahlen im Mittel 70 Schilling AK-Umlage. Eine Senkung bringt dem Einzelnen nicht einmal 15 Schilling - der AK Niederösterreich werden in Summe 200 Millionen Schilling fehlen. "Dass dadurch das Dienstleistungsangebot für die Arbeitnehmer drastisch eingeschränkt werden müsste, liegt auf der Hand", stellt Staudinger klar.

"Besonders ärgerlich ist aber, dass der freiheitliche Klubobmann noch immer keine Bilanzen lesen kann und seine Aussendungen mit falschen Zahlen spickt". Gerade in den vergangenen Tagen hat sein Parteikollege, Justizminister Böhmdorfer, die Aktivitäten der AKNÖ-Konsumentenschützer nicht nur positiv dargestellt sondern auch unterstützt. Die freiheitlichen Politiker sollten also zumindest imstande sein, die Konsumentenschutzaktivitäten der AK auch als Leistungen für die Mitglieder zu bewerten. Somit fließen 80% des Budgets der AK in direkte Leistungen für die Mitglieder, alle anderen Darstellung sind falsch. Staudinger verweist darauf, dass in der AK Niederösterreich alle Fraktionen, also auch die Freiheitlichen Arbeitnehmer, über die Leistungen der AK für die Mitglieder bestens informiert werden und den Budgets der AK gerade im Leistungsbereich einstimmig zugestimmt haben! Der AKNÖ-Präsident warnt davor, die AK nun wegen des laufenden Wahlkampfes in Misskredit zu stellen. "Einer Prüfung aller Bezüge sehe ich gelassen entgegen, denn in der AK Niederösterreich wird kein Skandal zu finden sein".

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