Vorsichtig optimistische Prognose für kommende Sommersaison

Nächtigungen inländischer Gäste dürften überproportional zunehmen - Klare Ablehnung aller politischen Boykottmaßnahmen

Wien (PWK) - Die Stimmung bei den Betrieben für die kommende Sommersaison ist gut. Die Unternehmen berichten von zahlreiche Anfragen bei derzeit noch geringen Fixbuchungen. Aufgrund des bestehenden Interesses ist auf ein positives Saisonergebnis für den Sommer 2000 zu hoffen. Analog zu den Ergebnissen der bisherigen Wintersaison dürften dabei die Nächtigungen inländischer Gäste überproportional zunehmen, stellte Bundessektionsobmann Komm.Rat Hansjörg Kröll Dienstag Vormittag in einem Pressegespräch zum Auftakt des diesjährigen Tourismus Forums der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft in St. Johann im Pongau fest.

Insgesamt befinde sich der Tourismus aber nach wie vor in einer schwierigen Position. "In dieser Lage muss die Tourismuswirtschaft an ihrer Forderung nach Verbesserung der Rahmenbedingungen festhalten. Neuerliche Belastungen sind nicht akzeptabel", betonte Kröll. Trotzdem sei die Tourismuswirtschaft bereit, ihren Beitrag für die notwendige Umgestaltung der Wirtschaft und zur Budgetsanierung zu leisten. Dazu gehörten auch die Bemühungen um eine bessere Auslastung der Betriebe durch Saisonverlängerung und längere Beschäftigung der Arbeitnehmer.

Zur Frage der EU-koordinierten Boykottmaßnahmen habe der Tourismus eine klare Haltung: Jeder Versuch, Politik in die Tourismuswirtschaft zu tragen, werde strikt abgelehnt. Dies gelte ebenso für alle Versuche einer gezielten Panikmache. "Insgesamt sehen wir keine generelle Beeinträchtigung der Tourismuswirtschaft. Einzig die Schwierigkeiten der Kongress- und der Jugendreiseveranstalter müssen anerkannt werden", fasste Kröll die gegenwärtige Situation zusammen. Auf politisch motivierte Werbemaßnahmen ausländischer Reiseveranstalter (z.B. die ominöse Anzeige in der Süddeutschen Zeitung) wurde von der Interessensvertretung sofort und rechtlich erfolgreich geantwortet.

Erste Untersuchungen und Modellrechnungen lassen bei einer Realisierung des Regierungsprogrammes eine Steigerung der Mitarbeiterkosten zwischen + 1,09 und + 1,48 Prozent erwarten. In Einzelfällen, insbesondere bei größeren Saisonbetrieben, kann dieser Wert aber durchaus höher liegen. Die Urlaubsaliquotierung werde nur teilweise zu einer Senkung der Mitarbeiterkosten bei den Saisonbetrieben führen. Größere Auswirkungen der Reform der Abfertigung werden bei Ganzjahresbetrieben erwartet, da die Mitarbeiter rascher wechseln werden und die Betriebe meist nur Rückstellungen und keine Rücklagen für Abfertigungen gebildet haben.

Die Tourismuswirtschaft und ihre Anliegen sind auch in der Politik der EU in Zukunft verstärkt zu berücksichtigen. Besonders wichtig sind dabei die Bereiche Urheberecht und verwandte Schutzrechte der Informationsgesellschaft, die Betriebsnachfolge, der verbesserte Zugang zur Qualifikation, bessere Finanzierungsmöglichkeiten für KMUs sowie die Verringerung des Verwaltungsaufwandes (Deregulierung). Ein besonderes Anliegen, so Kröll in Hinblick auf das Tagungsmotto "Ticket in die Zukunft - Strategien und Technologien für das neue Jahrtausend", sei auch die Förderung neuer Technologien und Innovationen in der Tourismuswirtschaft. (hp)

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