Laska:Wiener Jugend 2 - Mehr Freiräume und mehr Mitbestimmung für Jugendliche

Wien (SPW) "Jugendliche brauchen mehr Freiräume und sie brauchen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten", umriss Wiens Jugendstadträtin, Vizebürgermeisterin Grete Laska am Montag Abend ihre Auffassung von Jugendpolitik in Wien. Im Rahmen der Team für Wien-Veranstaltungsreihe "Visionen für Wien" diskutierte Laska in der Zukunftswerkstätte mit dem Publikum über den "Jugendraum Wien". "Mir geht es um öffentliche Akzeptanz von Jugendlichen im öffentlichen Raum, mir geht es um Lobbying für die Interessen von Kindern und Jugendlichen", so die Jugendstadträtin. Ein weiteres Grundprinzip ihrer politischen Arbeit: Jugendliche als qualifizierte PartnerInnen sehen - etwa bei den Kinder- und Jugendparlamenten in den Bezirken. ****

"Mitbestimmung muss für Jugendliche sofort erlebbar werden, und wir müssen ein tatsächliches Miteinander-Wollen vermitteln", konkretisierte Laska ihre Prämisse in der Jugendpolitik. Das Wahlalter zu ändern allein, genüge nicht, vielmehr müssten den Jugendlichen darüber hinausgehende Partizipationsmöglichkeiten angeboten werden, sie müssten die Möglichkeit haben, mitzureden und mitzuentscheiden - und das funktioniere in einigen Bezirken in Form der Kinder- und Jugendparlamente bereits hervorragend.

Jugendliche hätten ein Recht auf Platz, Bildung und Freizeit in der Stadt, es gebe aber keine Lobby für die Jugendlichen, die die Interessen der Jugendlichen durchsetze. In der Praxis seien Jugendliche darauf angewiesen, dass Erwachsene ihre Interessen vertreten. Aufgabe der städtischen Jugendpolitik sei es, möglichst viele Angebote zu machen, von denen alle Jugendlichen gemäß dem Prinzip der Chancengleichheit Gebrauch machen können. Dieses Angebot reiche von einer breiten Bildungspalette über Jugendzentren, mobile Jugendarbeit bis hin zu zahlreichen Vereinen, die Jugendlichen offenstehen. Um Konfliktmomente zu verringern, müsse Bewusstseinsarbeit hin zu mehr Toleranz gegenüber Jugendlichen geleistet werden. "Wenn etwa bei Mieterversammlungen verlangt wird, die Jugendlichen sollen durch einen unterirdischen Gang zum Jugendzentrum gehen, damit HausbewohnerInnen nicht gestört werden, dann spricht das nicht gerade von Verständnis für die Jugend"; so Laska abschließend. (Schluss) gd

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