Österreich-Delegation mit Maderthaner und Pröll in China

Außenhandel mit China setzt positive Entwicklung fort -Österreichs Exporte stiegen 1999 um vier Prozent auf 5,3 Mrd ATS

Wien (PWK) - Morgen, Mittwoch, bricht eine österreichische Wirtschaftsdelegation unter Führung von WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner und LH Erwin Pröll für rund eine Woche nach Ost- und Südchina auf. In Shanghai, Hangzhou, Ningbo sowie Hongkong und Shenzhen soll für vermehrte Geschäftsbeziehungen geworben und Österreich als lohnender Wirtschaftsstandort nähergebracht werden. "Shanghai ist das Zentrum des wirtschaftlich hochdynamischen Ost-China. Shenzhen in Südchina gilt als 'Zwillingsstadt' von Hongkong und war die erste Industriezone, die für Auslandsinvestitionen geöffnet worden war. Dementsprechend ist dort die Außenhandelsverflechtung beispielgebend für ganz China", erklärt Karl Schmidt, Fernost-Experte in der Wirtschaftskammer Österreich.

Obwohl die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen der EU und China zum geplanten WTO-Beitritt noch nicht abgeschlossen sind, gehe man davon aus, dass viele der bereits in Vorbereitung befindlichen Maßnahmen der chinesischen Regierung sowie das voraussichtliche Wirtschaftswachstum in China von 7 bis 8 Prozent weiterhin gute Chancen für Lieferungen und Investitionen bieten werden, zeigt sich Schmidt überzeugt. Dabei komme den einzelnen Provinzen eine wachsende Bedeutung zu, da mehr und mehr Projektplanungen und Budgetentscheidungen regional aufgeteilt werden. Umso wichtiger ist es in dieser Zeit den sich öffnenden Markt von insgesamt rund 1,3 Mrd Menschen durch Staats- und Wirtschaftsbesuche sowie Messebeteiligungen auf Österreich und seine Stärken aufmerksam zu machen.

Der österreichische Außenhandel mit China setzt seine positive Entwicklung fort und verzeichnete 1999 bei den österreichischen Exporten einen Anstieg um 4 Prozent auf 5,3 Mrd Schilling. "Dies ist zwar eine geringere Dynamik als zur Zeit in die meisten anderen asiatischen Staaten, man muss jedoch berücksichtigen, dass selbst in den schwierigen Jahren der Asien-Krise 1997 und 1998 die Lieferungen nach China kontinuierlich gestiegen sind, während es in der restlichen Region teilweise zu beachtlichen Rückgängen kam", erklärt Schmidt.

Bei den einzelnen Produktgruppen dominieren die Maschinen-Lieferungen mit 3,7 Mrd Schilling, die größten Zuwächse gab es jedoch beim Export von Holz (+ 50 Prozent auf 320 Mio Schilling) sowie bei Mess- und Prüfgeräten (+ 90 Prozent auf rund 200 Mio Schilling). Die Importe aus China haben ihr Wachstum um 13,5 Prozent auf fast 12,6 Mrd Schilling fortgesetzt. Dementsprechend liegt auch das bilaterale Handelsdefizit Österreichs mit China zur Zeit auf knapp über 7 Mrd Schilling.

Wesentlich angestiegen ist 1999 die Zahl der regional zusammengesetzten chinesischen Delegationen in Österreich. Allein das Asien-Referat der Wirtschaftskammer Österreich hat mehr als 40 Gruppen betreut und dabei immer wieder Gespräche mit interessierten Firmen und Institutionen in Österreich vermittelt. In den ersten drei Monaten 2000 waren 10 Delegationen aus China angesagt. "Umgekehrt wird die WKÖ heuer voraussichtlich 15 Gruppen-Beteiligungen bei Messen und Ausstellungen in China sowie 5 Wirtschaftsmissionen zu verschiedenen Schwerpunkt-Themen organisieren", so Schmidt.

Derzeit sind über 40 Produktionstöchter oder Joint-Ventures österreichischer Firmen sowie etwa 70 Repräsentanzbüros in China registriert. Weitere 55 österreichische Niederlassungen haben ihren Sitz in Hongkong und sind ebenfalls stark auf Festland-China ausgerichtet. (Ne)

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