Bis zu 28.000 Schilling Preisunterschied: Oftmals Nepp bei Pauschalreisen

Wien(OTS) - Zwei Wochen Sommerurlaub auf Mallorca, zwei Erwachsene, ein Kind. Das Hotel: Villamil (vier Sterne) in Paguera. Bei Kuoni kostet das Pauschalarrangement 79.492 Schilling, bei Touropa Austria hingegen sind nur 51.450 Schilling zu berappen. Für ein und dieselbe Leistung. Der große Preisunterschied: 28.042 Schilling. Der GEWINN hat sich in der neuesten Ausgabe gemeinsam mit Amadeus Austria, dem Marktführer für elektronische Dienstleistungen in der Reisebranche, auf die Suche nach den besten Preisen für den Sommerurlaub gemacht. Und ist, wie das Beispiel Mallorca zeigt, auf sehr große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Pauschalangeboten gestoßen. Nach dem Motto "Angebot ident, Preise horrend" wurden durchschnittliche Preisdifferenzen von rund 5.000 Schilling gefunden.

4,90 Schilling Kilometergeld zu nieder?
Riesige Kostenbelastung pro Kilometer

Schlechte Nachrichten für alle Autofahrer, die Kilometergeld verrechnen. Die Auswirkungen der Erhöhungen der Versicherungsprämien und der motorbezogenen Versicherungssteuer lassen grüßen. Im jüngsten Autokostenvergleich von GEWINN und ÖAMTC wurde deutlich, dass ein Großteil der über 450 laut Zulassungsstatistik beliebtesten Autos pro Kilometer mehr kosten, als das amtliche Kilometergeld in Höhe von 4,90 Schilling pro Kilometer abdeckt. Wobei alle Faktoren rund um Wertverlust, Treibstoffkosten, gefahrene Kilometer etc. in die Berechnung mit einflossen. So zahlen zum Beispiel die Besitzer von Mittelklasse-Dieselfahrzeugen (Mazda 626 2.0 DITD, Opel Vectra 2.0 Di, Ford Mondeo CLX 1.8 TD etc.), die rund 15.000 Kilometer pro Jahr fahren, ordentlich drauf. Von 29 Autos blieb nur der Skoda Octavia 1.9 LX SDI mit 4,30 Schilling unter dem amtlichen Kilometergeld. Zum Vergleich: Der Audi A4 2.5 V6 TDI kostet pro Kilometer 7,80 Schilling.

Stadt Wien kaufte günstig:
Kinderspital Glanzing um 19 Millionen Schilling verkauft

Das Kinderspital Glanzing in Wien-Döbling hat den Besitzer gewechselt. Die Stadt Wien kaufte das Spital dem früheren Eigentümer, dem Fonds der Reichsanstalt für Mutter- und Kinderfürsorge in Wien, um 19,1 Millionen Schilling ab. Wie der GEWINN berichtet, kam die Stadt Wien somit relativ günstig zu einem knapp 11.000 Quadratmeter großen Grundstück.

Neue Domain "Europaische Union" soll ab Herbst kommen
".eu" als Top-Domain

Der Europäischen Union ist die Vormachtstellung der Amerikaner im Internet-Geschäft ein Dorn im Auge. Und plant laut einem Bericht des GEWINN neben möglichen Förderungen für europäische Internet-Startups unter anderem auch eine Konkurrenzdomain zur beliebten und US-stämmigen ".com". Die neue Top-Domain soll ".eu" werden (also z.B. www.ihrname.eu). Dass eine derartige Domain erfolgreich wäre, daran ist im Zeitalter der Globalisierung nicht zu zweifeln. Bereits eine Million Registrierungen werden im ersten Jahr erwartet. Geht terminlich alles glatt, könnten die ersten Domain-Registrierungen bereits im Herbst möglich sein.

Was sind Ankündigungen von Telefonanbietern wert?
Pauschaltarif fürs Festnetz verzögert sich

Die Telekommunikationsbranche ist zu einer Ankündigungsbranche geworden. Wobei es laut GEWINN aber bereits Usance ist, dass viele Ankündigungen zwar gemacht, aber sofort im Stillen auf unbestimmte Zeit verzögert werden. Ein Beispiel dafür ist der heimische Festnetzbetreiber Multikom, der mit der werbefinanzierten Telefonie (der Anruf ist kostenlos, wird aber von Werbedurchsagen unterbrochen) vor über einem Jahr aufhorchen ließ. Bis heute gibt es noch kein konkretes Angebot. Und auch die zweite Ankündigung, bis spätestens Mai mit einer Telefonpauschale von 250 Schilling (exklusive Grundgebühr und Telefonaten zu Handys und ins Ausland) aufzutreten, wurde nun laut GEWINN verschoben. Nächster Starttermin ist das dritte Quartal 2000 . . .

One bringt gänzlich neue WAP-Dienste
Intelligentes WAP

PIM steht für Personal Information Manager und ist ein WAP-Dienst der bisher unbekannten Art. Wie GEWINN berichtet, ist PIM ein Tool, das einen Kalender, ein Adressbuch, eine Aufgabenliste etc. beinhaltet. Der User kann sich dadurch sowohl über das WAP-Handy als auch über das Internet-Portal von One via PC einwählen und so seine Termine koordinieren. Lars Reichelt geht davon aus, dass PIM (wird der Öffentlichkeit am 6. April präsentiert) in erster Linie von Business-Kunden in Anspruch genommen wird.

Großer Preisrutsch bei Call-Center-Lösungen
500.000 statt fünf Millionen Schilling

Waren die Kosten für das Implementieren einer im Unternehmen untergebrachte= n Call-Center-Lösung bisher relativ hoch, hat es Siemens Österreich mit einer Entwicklung seiner Software-Fabrik PSE geschafft, die Kosten stark hinunter zu schrauben. Laut einem Bericht im GEWINN betragen die Kosten für das IDCC, einer schlüsselfertigen Softwarelösung (setzt auf Windows NT auf), nur noch ein Zehntel der früheren Kosten. Womit laut Hubert Köberl, Leiter der Corporate Networks Region Ostösterreich von Siemens, nun Call-Center-Lösungen endlich auch verstärkt für Klein- und Mittelbetriebe finanziell interessant werden.

Ed Yardeni, Börsenguru der Deutschen Bank Securities, New York:
NASDAQ? The sky is the limit

Der Dow Jones ist out, der NASDAQ (Index der US-amerikanischen Technologiebörse) ist in. Ed Yardeni, Chief Economist und Global-Investment-Strategist der Deutschen Bank Securities in New York, glaubt weiterhin an ein starkes Ansteigen des Index der NASDAQ. Oder wie er es im GEWINN-Interview ausdrückt: "The sky is the limit. Der NASDAQ ist extrem dynamisch, reflektiert die Entwicklung der Unternehmen, die sich ständig neu erfinden und positionieren. AOL hat seinen Business-Plan komplett verändert, Oracle hat vor sechs Jahren niemand mit Internet assoziiert. Die Old Economy sollte sich hier etwas abschauen." Für den Dow Jones sieht Yardeni "vielleicht ein Absacken auf 9.000 Punkte, zu Jahresend= e wird er aber bei 11.500 bis 12.000 Punkten liegen."

Andritz AG wälzt Börsenpläne

Nach einem Bericht des GEWINN wälzt Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender des Industrie-Konzerns Andritz AG, Pläne über einen Börsengang. "Wir wollen weiterwachsen." Deshalb habe Leitner auch erhebliche Teile seines Unternehmens in Andritz investiert. Derzeit gehören Leitner über seine Custos-Privatholding 25 Prozent an der Andritz-AG. Weitere 25 Prozent hält der österreichische Venture Capital-Geber UIAG. 47 Prozent gehören Carlyle (US-Konzern), die restlichen drei Prozent sind im Besitz des Managements. Das Unternehmen setzte zuletzt rund neun Milliarden Schilling pro Jahr um, der Jahresüberschuss lag mit schöner Regelmäßigkeit bei mehr als 500 Millionen Schilling.

Finanzminister Grasser hat die Spekulationssteuer im Visier
Weg mit der Spekulationssteuer

Finanzminister Grasser will mit der Privatisierung der Telekom Austria nicht nur eine Volksaktie schaffen, er will mehr. "Mein Ziel ist es, die Spekulationssteuer wieder zur Gänze wegzubekommen", wird er von GEWINN in der jüngsten Ausgabe zitiert. "Wir werden alles daran setzen, dass diese Idee wieder wegkommt. Da war allein schon die Diskussion darüber schädlich!"

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