Kostendruck zwingt Druckereien zu Preiserhöhungen

Enormer Kostenschub bei Vormaterialien und Investitionsgütern -Preise steigen um vier bis fünf Prozent

Wien (PWK) - Das grafische Gewerbe befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Schneller, aktueller, individueller, farbiger und qualitativ hochwertig: so lauten die Anforderungen, mit denen die Druckbranche täglich zurecht kommen muss. Ein massiver Kostenschub zwingt jetzt die Druckereien zu Preisanpassungen.

Aufgrund der in den letzten Jahren wirtschaftlich äußerst schwierigen Situation in Österreichs Druckbetrieben, haben die Druckpreise ein Niveau erreicht, das es unmöglich macht, Kostensteigerungen aufzufangen. Das Rationalisierungspotential ist ausgeschöpft. Die Anhebung der Löhne mit 1. April 2000, Papierpreiserhöhungen sowie der enorme Kostenschub bei den Preisen der Verbrauchsmaterialien und Investitionsgüter durch die hohen Kurse von Dollar und Yen bewirken einen Kostenschub von 4 bis 5 Prozent. Die Druckbranche sah sich daher gezwungen, ihre Verkaufspreise mit 1. April 2000 diesen Kostensteigerungen anzupassen.

Für die österreichische Druckbranche brachten die letzten Jahre technische und strukturelle Umwälzungen wie in kaum einem anderen Wirtschaftszweig. Mit den Bleilettern Gutenbergs - dessen 600. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird - hat die Branche schon längst kaum noch etwas zu tun. Alles drängt in Richtung digitale Daten.

Die ersten Pressekonferenzen vor der Branchenleitmesse "DRUPA" lassen bereits erkennen, dass diese Entwicklung auch im Jahr 2000 mit unverminderter Intensität anhalten wird. Drei Trends zeichnen sich klar ab: die Innovations- und Investitionszyklen werden immer kürzer, die Druckvorstufe wird zur "All-Media"-Vorstufe, und die Druckerei zum umfassenden Mediendienstleister. Die Branche setzt dabei auf absolute Markt- und Kundenorientierung, selektive Investitionspolitik und topausgebildete, leistungsorientierte Mitarbeiter. (MH)

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