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Otto Reichelt Aktiengesellschaft Berlin - Vorstand -

Reichelt legt erstmals Konzernabschluss vor

Jahresfehlbetrag gegenueber dem Vorjahr deutlich vermindert

Dividendenzahlung auch fuer 2000 fraglich

Auch im Jahr 1999 hat der Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel des Grossraums Berlin weiter zugenommen. Noch immer entstehen weitere Verkaufsflaechen vor allem von Discountern und innerstaedtischen SB-Warenhaeusern. Mit hoher Preisaggressivitaet wird dabei um die Kunden geworben, die seit Jahren trotz gestiegener Kosten des Handels ein stabiles Lebensmittelpreisniveau verzeichnen koennen.

In diesem Umfeld haben sich die Otto Reichelt AG und ihre operativ taetigen Tochtergesellschaften, die Otto Thuermann GmbH und die Otto Reichelt Fleisch- und Wurstwaren GmbH, zu behaupten. Nachdem im Jahr 1999 alle drei Gesellschaften einen ganzjaehrigen Geschaeftsbetrieb zu verzeichnen hatten, ist fuer das Berichtsjahr neben dem Reichelt-Einzelabschluss erstmals auch ein Konzern- Jahresabschluss erstellt und veroeffentlicht worden.

Die Brutto-Aussenumsaetze aller Gesellschaften des Reichelt-Konzerns lagen im Jahr 1999 bei 1,263 Milliarden DM und damit 10,4 Prozent unter denen des Vorjahres. Insgesamt ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 1,8 Millionen DM. Gegenueber dem Vorjahresfehlbetrag von 56,7 Millionen DM ist somit eine deutliche Stabilisierung, wenn auch noch nicht auf befriedigendem Niveau, erkennbar. Eine Dividendenzahlung fuer das Geschaeftsjahr 1999 ist damit nicht moeglich.

Im Jahr 1999 wurde im Reichelt-Konzern mit 63,9 Millionen DM nahezu auf Vorjahresniveau investiert. Auch damit wird deutlich, welche Anstrengungen der Reichelt-Konzern bei der Modernisierung des Reichelt-Filialnetzes wie auch beim Ausbau des Standortnetzes der Tochtergesellschaften unternimmt. Waehrend die Anzahl der Filialen der Otto Reichelt AG bei einer Eroeffnung und einer Schliessung im Jahr 1999 mit 103 unveraendert blieb, stieg die Anzahl der Shops und Fachgeschaefte der Otto Thuermann GmbH auf 111 gegenueber 74 zum vergleichbaren Vorjahresstichtag und die der Otto Reichelt Fleisch-und Wurstwaren GmbH auf 118 Verkaufsstellen gegenueber 49 zum vergleichbaren Vorjahresstichtag.

Die Finanz- und Vermoegenslage des Konzerns ist noch zufriedenstellend. Gleiches gilt fuer die Liquiditaet. Der Cash- flow des Reichelt-Konzerns betrug 21,1 Millionen DM. Die Eigenkapitalquote stieg leicht auf 56,6 %. Die stillen Reserven aufgrund steuerlicher Sonderabschreibungen in den Vorjahren belaufen sich bei der Otto Reichelt AG auf 99,2 Millionen DM, im Konzern insgesamt auf 115,5 Millionen DM.

Im Konzern waren am 31. Dezember 1999 6.140 Mitarbeiter beschaeftigt, davon 363 Auszubildende.

Fuer das Jahr 2000 ist mit einer nachhaltigen Belebung des Lebensmitteleinzelhandels nicht zu rechnen, zumal die schwierigen Rahmenbedingungen fortbestehen und ein Ende des ertragsbelastenden Preiswettbewerbs nicht in Sicht ist. Die Otto Reichelt AG und ihre Tochtergesellschaften werden verstaerkt ihre Kompetenz bei Qualitaet und Frische der angebotenen Waren einsetzen. Dabei spielt die Leistungsfaehigkeit der konzerneigenen Herstellungsbetriebe fuer Backwaren bzw. Fleisch- und Wurstwaren weiterhin eine grosse Rolle.

Dennoch erscheint es aus heutiger Sicht sehr fraglich, ob es schon im Geschaeftsjahr 2000 gelingen wird, ein Ergebnis zu erzielen, welches eine Dividendenzahlung fuer dieses Geschaeftsjahr zulaesst.

Der Vorstand

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