Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" AK-Wahlen

Ausgabe vom 4.4.2000

In Kärnten und im Burgenland finden die Arbeiterkammerwahlen statt. Diese Urnengänge sind der erste große Prüfstand für die schwarz-blaue Regierung auf der einen und die Sozialdemokraten auf der anderen Seite. Wie wird sich der kleine Mann entscheiden? Nimmt er die Belastungen gottergeben hin oder kehrt er in seine rote politische Heimat zurück? Der aufmüpfige schwarze Dinkhauser gewann die Tiroler AK-Wahl, weil er an den Wiener Koalitionären kein gutes Haar ließ. Die jüngsten Urnengänge in Österreich stoppten den Höhenflug der Freiheitlichen. Bei den Wirtschaftskammerwahlen vertrauten die Unternehmer der ÖVP, und auch in den Kommunen gelang den Blauen kein Durchbruch. Mag sein, dass sich Haider damit tröstet, es habe sich nicht um seine Klientel gehandelt. Ein schwacher Trost und eine Ausrede, die bei der AK-Wahl nicht zählt. Denn immer wieder nahm der Bärentaler für sich und seine Mannen in Anspruch, die besseren Sozialdemokraten zu sein.
Ob ihm die Kärntner und Burgenländer das abnehmen, werden die nächsten Tage zeigen. Der Spagat, den die Freiheitlichen machen, kann aber auf Dauer nicht gut gehen. Wer in Wien die Regierungspeitsche schwingt, in Kärnten jedoch das Gegenteil sagt und auf Oppositionskurs schaltet, muss mit einem Glaubwürdigkeitsverlust oder mit der Dummheit der Bevölkerung rechnen. Freilich, für die SPÖ noch lange kein Grund, in Hurrageschrei auszubrechen. Um die vielen Protestwähler zurückzugewinnen, bedarf es mehr als einer Schwächeperiode der Haider-Partei.

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