SP-Tobola: "VP-Markt-Prestigeprojekt" in Wieden ist unrentabel

VP will für unsinniges Projekt Steuermillionen zum Fenster hinauswerfen

Wien (SPW) "Unverantwortlichen Umgang mit Steuergeldern, Profilierungssucht und Realitätsverweigerung bei der Kosten-Nutzen-Rechnung" warf der stellvertretende Wiedner Bezirksvorsteher Harald Tobola (SPÖ) Montag im Rahmen des Servicetelefondienstes der SPÖ Wien VP-Bezirksvorsteherin Emmerling bezüglich des von ihr forcierten Viktualienmarkt-Projektes am Südtirolerplatz vor. Wenn die VP von einer Standgebühr von nur 75 Schilling pro Quadratmeter spreche, so vergesse sie dabei gerne auf die Nennung der geschätzten Errichtungskosten für den Markt, die sich auf eine Höhe von 24 bis 30 Millionen Schilling belaufen sollen. Ob sich ein Markt am Südtirolerplatz daher jemals rentieren würde, sei daher und auch aufgrund der lokalen Konkurrenz "äußerst fragwürdig", kritisierte Tobola. ****

Am Südtirolerplatz befinde sich bereits ein Supermarkt, mit dem die Marktstandler bei der Preisgestaltung nur schwer bis gar nicht konkurrieren könnten, argumentierte Tobola. Eine U-Bahnstation weiter würden der Viktor-Adler-Markt und das Herz der Favoritnerstraße mit einem Warenkorb locken, wie es der von Emmerling forcierte Markt nie bieten könnte, erklärte Tobola. Dazu komme noch, dass die ÖBB im neu zu errichtenden Nahverkehrsgeschoß am Südtirolerplatz die Schaffung eine Geschäftszeile plane. "Bei all diesen Einwänden, kann man nur zum Schluss kommen, dass die VP politisches Kapital aus diesem Projekt zu schlagen versuche, ihr aber dabei völlig egal sei, dass Millionen an Steuergeldern zum Fenster hinaus geworfen werden", kritisierte Tobola diese Unverantwortlichkeit. Selbst die unmittelbaren Anrainer des Südtiroler Platzes hätten sich mehrheitlich bei telefonischen Anfragen gegen diesen Markt ausgesprochen, fügte Tobola hinzu.

Mit einem Viktualienmarkt am Südtirolerplatz würden auch die in der Favoritnerstraße ansässigen Geschäftsleute "viel Freude" haben, unterstrich Tobola ironisch. Mit großem Aufwand habe die Gemeinde Wien seinerzeit die Favoritnerstraße in eine florierende Geschäftsstraße verwandelt, die auch von vielen Wiednern bevorzugt für ihre Einkäufe genützt würde. Bezirksvorsteherin Emmerling wolle nun offenbar die Geschäftsleute "vor den Kopf stoßen und mit einem Markt am Südtirolerplatz für verlassene Läden in der Favoritnerstraße sorgen", bekundete Tobola seinen Unmut über die Nutzlosigkeit des vorgesehenen Marktprojektes. (Schluss) hm

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 53 427-224

SPÖ Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW/DSW