Oberster Gerichtshof entscheidet für Arbeitnehmerin Bei Krankheit verjährt Urlaubsanspruch nicht

Linz (AKO) Acht Jahre arbeitete eine Verkäuferin bei einer Firma. Aufgrund einer schweren Erkrankung wurde ihr die Berufsunfähigkeitspension zuerkannt. Die Firma weigerte sich, der Verkäuferin die Urlaubsentschädigung zu bezahlen. Erst eine Klage mit Hilfe der Arbeiterkammer, die bis zum Obersten Gerichtshof betrieben werden musste, verhalf der Frau zu ihrem Recht.

Aus Rücksicht auf den Arbeitgeber und wegen ihrer schweren, andauernden Krankheit konnte die Arbeitnehmerin ihren Urlaub nicht konsumieren. Ein erhebliches Urlaubsguthaben sammelte sich an. Bei ihrem Übertritt in die Berufsunfähigkeitspension verweigerte der Arbeitgeber nun die Zahlung der Urlaubsentschädigung für 49 Tage mit dem Argument, der Urlaubsanspruch, der vor mehr als drei Jahren angefallen ist, sei nun verjährt.

Die Arbeitnehmerin klagte daraufhin mit Unterstützung der Arbeiterkammer. Der Oberste Gerichtshof schloss sich der Rechtsauffassung der Arbeiterkammer an und gab der Klägerin Recht. Eine Kranke könne eben wegen ihrer Krankheit keinen Urlaub verbrauchen. Aufgrund der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit könne der Urlaubsanspruch nicht verjähren. Das Unternehmen muss der Arbeitnehmerin für alle 49 Urlaubstage die Abfindung nachzahlen.

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