Greenpeace: Nach Importverbot für Gentech-Mais jetzt Volksbegehren umsetzen!

Sickl soll Molterer zu Kurs gegen Gentech-Futtermittel zwingen

Wien (OTS) - Greenpeace zeigte sich heute "erleichtert" über die späte und am Wochenende überraschend erteilte Zusage von Ministerin Sickl, riskanten Gentech-Mais aus Österreich zu verbannen. "Das Importverbot kann aber nur ein erster Schritt sein," betonte Greenpeace-Sprecher Matthias Schickhofer. "Die Forderungen des Gentechnik-Volksbegehrens harren nach wie vor einer konsequenten Umsetzung. Jetzt muß die Regierung mit Taten zeigen, ob sie Österreich Gentech-frei erhalten will."

"In der EU, ja sogar in den USA wächst die Gentechnik-Ablehnung in der Bevölkerung. Trotzdem werden nach wie vor tonnenweise genmanipulierte Futtermittel importiert - auch nach Österreich. Hier kann Ministerin Sickl beweisen, ob sie Gentechnik in der Landwirtschaft tatsächlich ablehnt. Daher fragen wir: Frau Minister, was werden Sie konkret unternehmen, um ihren Ministerkollegen Wilhelm Molterer endlich zu einer schärferen Gangart gegen Gen- Futtermittel zu bewegen," so Schickhofer weiter.

Grundsätzlich meinte Schickhofer: "Fast genau vor drei Jahren haben mehr als 1,2 Millionen Menschen das Gentechnik-Volksbegehren unterstützt. Die Forderungen dieser Menschen sind ein klarer, demokratischer Handlungsauftrag für die Bundesregierung. Bisher hat vor allem die ÖVP eine Umsetzung des Volksbegehrens mit aller Kraft torpediert. Das schwache Regierungsprogramm läßt befürchten, daß sich die ÖVP auch in dieser Regierung mit ihrem von der Gentech- Lobby diktierten Kurs durchgesetzt hat. Sollte das Genmais- Importverbot als Beruhigungspille gedacht sein, wird es seine Wirkung mit Sicherheit verfehlen."

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